
Gerd Adolf Friedberger
*14.1.1925 in Solingen; ✡10.5.1942 im KL Kulmhof;
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Hermann Friedberger *15.6.1880 in Solingen; ✡10.5.1942 im KL Kulmhof;
Heirat der Eltern 1922
Mutter Mina Stern *19.10.1883 in Geisa; ✡ 4.9.1938 in Solingen
18.4.1940 Zweite Ehe des Vaters mit Helene Spanier *1.4.1883 in Goch; ✡10.5.1942 im KL Kulmhof;
Großeltern Aaron Friedberger und Franziska Buseck
Onkel/Tante
Lina Friedberger *17.11.1874 in Solingen; 11.4.1929 in Bochum (Brückstraße 4); oo Oskar Simon
Julius Friedberger *5.9.1878 in Solingen; ✡3.7.1939 in Dortmund; oo Karolina Baum
Geschwister
Ruth Friedberger *24.9.1922 Solingen; ✡22.7.2011 Paramus NY; oo Salli Heldman (1916-1981)
Cousin/en
Heinz Simon * 2.4.1906 in Bochum; 30.4.1942 nach Zamosc, ✡ Ort und Datum unbekannt

Edith Erna Simon *22.1.1909 in Bochum; ✡17.12.1949 in Union, Newark; Autounfall mit Ehemann Hugo Weil
Hilde Friedberger *11.11.1910 in Rheine; ✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Gerda Francesca Friedberger *15.2.1921 in Dortmund; ✡ Sept. 1969 in Stratford up Avon.; oo John Cullen
Beruf Schüler; Praktikant
Adressen Solingen; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Juli 1938 Schwester Ruth in die USA
Besuch des Gymnasiums Moeller-van-den-Bruck-Schule an der Schwertstraße, dass er nach dem Pogrom verlassen muss.
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 nicht erfasst
Gut Winkel
1939 Gerd Adolf Friedberger zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
September 1939 noch nicht auf der Liste des Landrates Kreis Beeskow-Storkow für das Gut Winkel
Auflösung von Gut Winkel – Neuendorf
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Mai bis September 1941 Auflösung der Hachscharalager Ahrensdorf, Jessen, Havelberg Gut Winkel; Verlegung der Chaluzim in das Lehrgut Neuendorf im Sande; nur ein kleiner Teil darf noch im Gut Winkel arbeiten, was auch zum Arbeitslager wird.
1941 vermutlich nach Eintreffen der Deportationsbescheide in Solingen vom Vater zurückgeholt
Lodz Kulmhof

27.10.1941 der Vater, die Stiefmutter und Gerd Friedberger auf dem Transport von Düsseldorf ins Ghetto Lodz
10.5.1942 Gerd Friedberger mit dem Vater und der Stiefmutter von Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof
Gedenken
Stolpersteine in Solingen für den Vater, die Stiefmutter und Gerd Friedberger
Der Stolperstein für Gerd Adolf Friedberger liegt vor dem Gymnasiums Schwertstraße
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_411027.html
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198770
Wer rettet Bella?
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316