Tromp Aaltje

Aaltje Alie Tromp

*25.4.1927 in Amsterdam; ✡2008 in Givatayim

Staatsangehörigkeit Niederlande; staatenlos

Religion jüdisch

Vater Samuel Tromp *25.1.1902; ✡ 11.10.1887 in Amsterdam

Heirat der Eltern 27.5.1926 in Groningen

Mutter Betje de Swaan *30.3.1902 in Groningen; ✡ 21.5.1948 in Amsterdam

Geschwister

Grietje Tromp *20.10.1931; ✡ ?; oo Roseboom

Aaron Moses Tromp *8.6.1935; ✡ ?

Beruf Assistentin im Fröbel-Kindergarten

Adressen Amsterdam; Givatayim

Heirat Hans Martin Cohn *27.12.1920 in Breslau; ✡2008 in Givatayim

Kinder

Jaron Cohn

Irit Cohn

Weiterer Lebensweg

3 Jahre H.B. School (Sekundarschule)

Kamp Westerbork

5.5.1943 Die Familie Tromp wird eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Verlobung von Aaltje Alie Tromp mit Hans Cohn in Westerbork

4.9.1944 Als Alie und ihre Familie auf den letzten, den siebten Transport von Westerbork nach Theresienstadt gestellt wird, meldet der Verlobte Hans Cohn sich freiwillig, um sie zu begleiten.

Theresienstadt

29.9.1944 Hans Cohn auf dem Transport E l von Theresienstadt nach Auschwitz

Aaltje und ihre Familie bleiben in Theresienstadt

Freiheitstransport nach Sankt Gallen

5.2.1945 Aaltje Tromp mit den Eltern und beiden Brüdern auf dem Transport EW, Zugnummer 182 T, dem einzigen Freiheitstransport mit 1200 Juden aus dem KL Theresienstadt über Konstanz nach Kreuzlingen in der Schweiz

Weitertransport nach St. Gallen, Unterbringung im Schulhaus im Hadwig, „Desinfektionslager“

10.- 15.2.1945 Verlegung der Befreiten auf vier „Quarantäne-Lager“; die Familie Tromp kommt nach Adliswil, in einen Trakt der stillgelegten Seidenstoffweberei.

Rückkehr der Familie nach Amsterdam

5.9.1945 ist die Familie wieder in Amsterdam gemeldet

Ehemann Hans Cohn

Hachschara und die Zerstörung des Lehrgutes Bomsdorf

Hans Cohn zur Hachschara in das jüdische Lehrgut Bomsdorf  Jüdenberg bei Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt; Bomsdorf war eines der drei Lager (neben Steckelsdorf und Gehringshof) in Trägerschaft des BACHAD, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch‚ Bund religiöser Pioniere‘

In der Nacht vom 9. auf den 10.November wurde das Lager von einem SA-Trupp aus Dessau gestürmt. Zwei Bewohner werden erschossen: der 16-jährige Chawer Herbert Stein aus Lauterbach und der namentlich nicht bekannte Lagerleiter. Herbert Stein soll erschossen worden sein, weil er auf eine Frage des Mörders nicht schnell genug antwortete.

Die über 18-jährigen Männer wie Eugen Hecht, aber auch der noch 17-jährige Hans Cohn und Arnold Berman werden in das KL Sachsenhausen verschleppt.

Der Hof wird verwüstet und von den Nazis geplündert.

14.12.1938 Entlassung der Bomsdorf- Chaluzim Arnold Berman, Hans Cohn, Julius Eschwege und Heinz Kochmann aus dem KL Sachsenhausen

Kibbuz Franeker

Der 1935 von einem Arzt aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

13.3.1939 Hans Cohn in den Kibbuz Franeker

3.11.1941 Verhaftung der Bewohner bei einer Razzia des SD auf Grund einer Verleumdung; laut SS Hauptsturmführer Ferdinand aus der Fünten, Leiter der Zentralstelle für Jüdische Auswanderung in Amsterdam, wurde ihnen unterstellt: Wirtschaftssabotage (Hamstern), unerlaubtes Verlassen des Kibbuz und Abhören von Feindsendern (BBC).

Verbringung ins Gefängnis Blokhuispoort in Leeuwarden; der SD (Gestapo) will die zehn Verhafteten zunächst auf einen Straftransport nach Mauthausen setzen. Von diesen Transporten überlebte niemand. Auf Fürsprache des Oberrabbiners von Leeuwaareden Levisson werden sie dann am

17.12.1941 aus dem Gefängnis Blokhuispoort in Leeuwarden nach Westerbork gebracht.

Hans Kohn als Gärtner mit Selfried Fuchs im Garten der Kommandantenvilla erst für School, dann für Gemmecker

August 1942 steht er auf der Transportliste des ersten Transports aus Westerbork nach Auschwitz, wird aber vom niederländischen Käpitän School von der Liste genommen, weil er als Gärtner gebraucht wird.

Verlobung in Westerbork mit Aaltje Alie Tromp

4.9.1944 Als seine Verlobte Alie und ihre Familie auf den letzten, den siebten Transport von Westerbork nach Theresienstadt gestellt wird, meldet er sich freiwillig, um sie zu begleiten.

29.9.1944 Hans Cohn auf dem Transport E l von Theresienstadt nach Auschwitz

Die Verlobte Alie und ihre Familie bleiben in Theresienstadt

Auschwitz Außenlager Gleiwitz

Hans Cohn nach Selektion an der Rampe von Auschwitz verlegt in das Außenlager Gleiwitz ins Reichsbahnausbesserungswerk

Todesmarsch ab Gleiwitz und Blechhammer

Hans Cohn vier Tage Todesmarsch in das KL Blechhammer;

21.1.1945 die Räumung der Lager Blechhammer. Etwa 200 Gefangene – Transportunfähige und solche, welche verdächtigt wurden sich zu verstecken – wurden sofort ermordet. Anschließend wurden ungefähr 4.000 Gefangene aus Blechhammer und etwa 6.000 aus den Nebenlagern Neu-Dachs, Gleiwitz I, III und IV auf einen Todesmarsch geschickt, etwa 800 wurden auf dem Weg ermordet. Die Überlebenden erreichten das KL Groß-Rosen; von dort wurden die Juden in Güterwagons in das KL Buchenwald transportiert

2.8.1945 zurück in den Niederlanden

6.11.1945 Hans Cohn wieder in Amsterdam

Alija Beth

27.4.1947 Aaltje Tromp und Hans Cohn nach Palästina

Gedenken

Quellen

https://www.joodsmonument.nl/en/page/634819/meer-over-hans-martin-cohn

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Tromp%201902%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/4093993

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/4966616

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5122828

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130386670

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hans%20Cohn%201920%22%7D

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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