Klestadt Ruth

Ruth Klestadt-Grünthal

23.7.1909 in Kassel; Überlebende; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater  * ; ✡?

Mutter ; ✡?

Geschwister * ; ✡ 3

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Kassel; Düsseldorf, Hebbelstraße 12 ; Baarn

Heirat 19.12.1931 in Düsseldorf Josef Max Berthold Klestadt *1899 in Duisburg; ✡4.4.1945 in Bergen-Belsen

Schwiegermutter Pauline Klestadt geb. Rhee *12.11.1872 in Dortmund; ✡26.3.1943 Sobibor

Onkel von Pauline Moritz Rhee *1.5.1871 in Levern; Kaufmann; ✡28.7.1943 in New Mexico

Cousins sind dessen Söhne Heinz-Ludwig und Lothar Rhee, Schüler des Gymnasium Petrinum in Recklinghausen

Kinder

Gerd Adolf Klestadt *23.12.1932 in Düsseldorf; ✡ ?

Peter Moritz Klestadt *1.10.1935 in Düsseldorf; ✡ ?

Weiterer Lebensweg

Josef Klestadt war Jurist Gerichtsassessor am Landgericht in Düsseldorf

Februar 1939 Flucht mit der Schwiegermutter Pauline nach Den Haag; Baarn

22.10.1940 Josef Klestadt registriert in Baarn

2.1.1942 Umzug der Mutter nach Naarden

Es wurden die Scheiben des Wohnhauses eingeworfen.

Die Familie geht ins Versteck in Naarden; durch einen Verrat werden sie festgenommen und in das Sammellager von Amsterdam die „Hollandsche Schouwburg“ verbrcht

7.4.1943 Notiz im Melderegister VOW „vertrokken onbekend waarhen“

Kamp Westerbork

6.3.1943 Einweisung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

18.5.1943 Vater Josef in das wiedereröffnete KL Amersfoort

11.6.1943 Rückkehr ins Kamp Westerbork

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

1.2.1944 Familie Klestadt auf dem dritten Transport mit 908 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen

4.2.1945 Josef Klestadt stirbt nachts im Schlaf.

Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben

6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.

7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen

12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften

13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army

Ruth Klestadt und ihre Kinder sind  Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben

6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben

1951 Niederländische Staatsbürgerschaft

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130306461

https://www.joodsmonument.nl/en/page/572643/het-gezin-klestadt

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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