
Irene Spier
*12.3.1916 in Kassel; ✡6.11.2012 in Kfar Sba
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Jehuda Spier *12.3.1879 in Ziegenhain; ✡ 3.6.1942 Maydanek
Mutter Anna Bonnem *17.10.1881 in Birkenfeld; ✡ Oktober 1944 in Auschwitz
Die Ehe der Eltern wurde geschieden (vor 1939)
Onkel Dr. jur. Max Bonnem *26.6.1886 Idar-Oberstein; ✡12.10.1937 in Berlin
Geschwister
Marion Spier *9.4.1908 in Kassel; ✡ Nov. 1942 in Auschwitz
Karola Spier *20.10.1909 in Kassel; ✡ 3.6.1942 in Sobibor
Inge Rachel Spier *1911 in Kassel; ✡ 1975 in Israel
Beruf Landwirtschaftlicher Volontärin
Adressen Kassel; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,
Heirat

Otto Ernst Kann/Elieser Keynan *22.1.1910 in Wittlich; ✡ 7.2.1990 Israel
Scheidung von Otto Kann/Keynan
25.2.1943 Heinz Zwi Steinweg (*21.8.1916 in Münster; ✡6.9.2011 in Münster)
Kinder zwei
Weiterer Lebensweg
Minderheitenzählung in Kassel
17.5.1939 Karola Spier und Mutter Anny Spier in Kassel Prinzenstraße 28
17.5.1939 Vater Julius Spier in Kassel Kasernenstraße 5
23.8.1935 Otto Ernst Kann angemeldet aus Frankfurt zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer
Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
21.9.1937 Passausstellung von Irene Spier in Berlin
13.5.1938 Passausstellung von Otto Kann in Amsterdam
26.9.1938 Einreise von Otto Kann und Irene Spier in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
10.10.1938 Otto Ernst Kann abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina
12.11.1940 Einbürgerung in Palästina
Novemberpogrom
10.11.1938 Vater Julius verhaftet im Pogrom in Kassel
11.11.1938 Einweisung als „Aktionsjude“ in das KL Buchenwald
15.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald
Deportationen


1.6.1942 Vater Julius, Schwester Karola, Onkel Adolf Spier mit zahlreichen Mitgliedern der Famile auf dem Transport Kassel, Halle Sobibor
21.7.1942 Mutter Anny ab Berlin nach Theresienstadt
23.10.1944 Tod der Mutter in Auschwitz
Gedenken
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Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1164770
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de973154
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420601-8.jpg
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1