Julian Jehuda Epstein
*2.6.1905 in Essen; ✡ 25.7.1984 in Tel Aviv
Staatsangehörigkeit deutsch,staatenlos
Religion jüdisch

Vater Oscar Joshua Epstein *1864 in Buczacz; ✡ 1925 in Essen
Mutter Clara Chaya Mannheim *9.7.1866 in Essen; ✡ 25.7.1952 in Ramat Gan
Geschwister

Bernhard Epstein *17.8.1893 in Monastyryska; ✡ 28.3.1945 in Langenstein-Zwieberge; oo Regina Knobloch (*10.8.1897 in Klecza Dolna, Krakau)

Karl Epstein *20.4.1895 in Leipzig; ✡ 1942 in Auschwitz
Alfred Epstein *1895 in Leipzig; ✡ 1974 Toulouse

Herbert Epstein *16.5.1900 in Leipzig; ✡ 8.8.1942 Majdanek

Walter Zeev Norbert Epstein *12.2.1902 in Essen; ✡2.7.1992 in Kiriat Ono; oo Dina Zeldowicz
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen Essen Rüttenscheid, Irmgardstraße 35; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen);
Heirat Anna Hanna Schwertfinger *1.4.1903 in Izmir, Smyrna, Türkei; 27.1.1976 in Tel Aviv
Kinder eins
Weiterer Lebensweg
Vater Oskar Epstein gründete die Steppdeckenfabrik Gebrüder Epstein
Nach Einschulung in die Volksschule besuchten die drei Brüder Bernhard, Karl und Herbert das Realgymnasium in Essen
Novemberpogrom
10.11.1938 Bruder Herbert verhaftet in Essen
17.11.1938 Bruder Herbert eingewiesen in das KL Dachau
30.12.1938 Entlassung von Bruder Herbert aus dem KL Dachau
1939 Flucht der Brüder Bernhard und Karl nach Belgien
Der Aufbau des Werkdorp Nieuwe Sluis

24.4.1934 Julian Epstein angemeldet zum Aufbau des Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
24.12.1935 Julian Epstein abgemeldet nach Palästina
Deportationen
11.6.1942 Bruder Herbert deportiert von Frankfurt nach Majdanek

11.8.1942 Bruder Karl auf dem III. Transport von Mechelen nach Auschwitz;

9.9.1942 Bruder Bernhard deportiert vom Sammellager Drancy nach Auschwitz; Auschwitzhäftlingsnummer 176986
Gedenken
17.2.1956 Pages of Testimony für die drei Brüder Bernhard, Herbert und Karl sowie die Schwägerin Regina Epstein-Knobloch von Walter Epstein
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1