Dallmann Erika

Erika Dallmann

*16.10.1907 in Rügenwalde; ✡9.6.1982 in Fredensborg, Dänemark

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Hugo Dallmann *8.4.1870 in Rügenwalde; ✡ 1936 in Rügenwalde

Heirat der Eltern 21.8.1899 in Berlin

Mutter Elsbeth Rosen *28.11.1877 in Neustettin; ✡ vor 1945 im Ghetto Warschau

Geschwister ?

Beruf

Adressen Rügenwalde, Am Markt 15/II; Hof Jägerslust bei Flensburg; Kongsted

Heirat Heinz Beer *4.6.1911 in Aschersleben; ✡28.5.1981 in Kopenhagen

Kinder zwei

Nurit Beer; oo Crohn

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936-37 Erika Landmann zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Mutter Elsbeth mit Schwägerin Margot Golzen geb. Dallmann in Rügenwalde, Am Markt 15/II

1937/38 Erika Landmann geht zur Einzelhachschara nach Dänemark

Dänischer Census

5.11.1940 Erika Dallmann registriert beim Census in Kongsted, wo auch Regina Woislawski und Frieda Landmann wohnen

Radinkendorf

1.4.1940 Neueröffnung „Jüdischen Arbeitsheim“ Radinkendorf

Zwangseinweisung der Mutter Elsbeth in das Arbeitslager Radinkendorf

13.4.1942 Verbringung von 938 Juden aus 60 Orten des Regierungsbezirks Potsdam über den Bahnhof Moabit in das Sammellager der Berliner Synagoge Levetzowstraße, davon 144 aus dem „Arbeitsheim“ Radinkendorf

14.4.1942 Mutter Elsbeth auf dem Transport ab Berlin ins Ghetto Warschau

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de850192

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420414_Potsdam13.jpg

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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