Bernd Friedlein
*5.2.1920 in Essen; ✡ 6.3.2007 USA
Staatsangehörigkeit deutsch; staatenlos
Vater Louis Friedlein *14.1.1878 in Kirchheim ✡ Izbica vor 1944
Mutter Carin Carry Strauss *23.7.1892 in Ollenhausen; ✡ Izbica vor 1944
Geschwister –
Anneliese Friedlein *30.3.1922 in Essen; ✡ Izbica vor 1944
Ein Bruder Friedlein
Beruf –
Adressen Essen, Bertholdstraße 9; Viersen; Amsterdam;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
23.11.1938 Flucht in die Niederlande

3.1.1939 Bernd Friedlein als „Illegaler“ Erwachsener in das Männerlager Hellevoetsluis
Kamp Westerbork
29.11.1939 Bernd Friedlein geht in das erst im Oktober von der Regierung eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork; er gehört somit zu der Gruppe der „oude kampbewoners“
Exkurs Erna und Josef Weiss
Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im
Kamp Westerbork.


Als Dank für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.
12.4.1945 Befreiung von Bernd Friedlein im Kamp Westerbork durch kanadische Truppen
23.4.1945 erste Gruppen von Mitgliedern der Waffen-SS, des NSB und andere Kollaborateure werden in Westerbork in den ehemaligen Strafbaracken 65, 66 und 67 interniert. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zirka 900 jüdische Häftlinge im Lager. Das Lager kam danach unter niederländische Verwaltung. Die ehemaligen Häftlinge mussten noch wochenlang im Lager bleiben, bevor ihnen die Heimkehr genehmigt wurde
9.5.1945 die überlebenden 883 Juden werden in drei Gruppen aufgeteilt, nach ihrem Eintreffen im Lager; am längsten mussten die „oude kampbewoners“ warten
10. August 1945 in Amsterdam

24.2.-1.3.1950 Bernd Friedlein zusammen mit Robert Wolff (*1921) auf Transit aus den Niederlanden ab Southampton auf der SS QUEEN MARY nach New York, finanziert vom HIAS
Essen – Izbica

22.4.1942 beide Eltern und Schwester Anneliese auf dem Transport ab Düsseldorf nach Izbica
Gedenken
–
Quellen
Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Friedlein%22%7D
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420422-10.jpg
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de870556
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de870558
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de870560
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130289448
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://danielabraham.net/tree/related/dora
Genealogie Website My Heritage