Goldstrom Artur

Artur Goldstrom

*6.1.1921 in Groß Rakitt; ✡ in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Adolf Goldstrom *27.10.1879 in Gowidlino; ✡ 3.3.1943 in Auschwitz

Mutter Lina Alpert *30.11.1889 in Treuburg ; ✡ 15.3.1943 in Auschwitz

Geschwister

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Berlin Charlottenburg, Krumme Straße 47; Neuendorf

Heirat ca 1941 Edeltraud Rabinowitz *17.1.1922 in Lauenburg

Kinder-

Weiterer Lebensweg

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Artur Goldstrom mit den Eltern in Berlin Charlottenburg, Krumme Straße 47  

Landwerk Neuendorf

Arthur Goldstrom nach Mai 1939 zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf im Sande

Edeltraud Rabinowitz zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf im Sande

1932 Gründung als Hachschara-Lehrgut auf dem Gut Neuendorf in Brandenburg; Besitzer Hermann Müller, US-Citizen; Trägerverein war die Jüdische Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf) in Berlin, Ungefähr 1200 Chawerim wurden zwischen 1932 und 1938 ausgebildet. Leiter des Landwerks von Beginn 1932 bis zum Novemberpogrom 1938 war Alexander Moch (1893–1977).

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Mai bis September 1941 Auflösung der Hachscharalager Ahrensdorf, Jessen, Havelberg; Verlegung der Chaluzim in das Lehrgut Neuendorf im Sande; nur ein kleiner Teil darf noch im Landwerk selbst arbeiten, die meisten werden zur Zwangsarbeit bei Unternehmen in Fürstenwalde verpflichtet.

Ingeborg und Artur ziehen zu seinen Eltern nach Berlin in die Krumme Straße 45 ins Gartenhaus

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.

Der 31. Osttransport

Verbringung der verhafteten Zwangsarbeiter in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße 26 (zuvor Altenheim der SG); Fußmarsch zum Güterbahnhof Moabit

1.3.1943 Edeltraud, Arthur und Adolf Goldstrom auf dem 31. Osttransport mit 1700 Berliner Juden.

2.3.1943 Ankunft und Selektion an der Rampe von Auschwitz; 292 Männer und 385 Frauen als arbeitsfähig registriert. 1059 Männer, Frauen und Kinder wurden sofort ermordet.

12.3.1943 Mutter Lina Goldstrom auf dem 36. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Gedenken

15.4.1999 Pages of Testimony für Artur und Ingeborg Goldstrom von Schwägerin Dwora Zollmann

24.3.2023 Stolpersteine für Artur und Edeltraut Goldstrom in Berlin, Krumme Straße 47

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11232876

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212390

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212420

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.1308551.php

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1059550

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1059678
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1059402
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1059626

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://yvng.yadvashem.org/ad

Harald Lordick, Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit; in Pilarczyk, Ulrike (Hrsg) Hachschara und Jugendalija, Schulmuseum Steinhorst, 2019

Lore Shelley (Editor), The Union Kommando in Auschwitz, Lanham, New York, London, 1996

Wiehn Erhard (Hrsg) Wer hätte das geglaubt, 2010, Hartung Gorre Verlag

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Harald Lordick, Landwerk Neuendorf in Brandenburg, in: Kalonymos, 2017, Heft 2

Esther Bejarano, Man nannte mich Krümel, Curio Verlag 1989

Esther Bejarano, Erinnerungen, Laika Verlag, 2013

Anneliese Ora-Borinski, Erinnerungen 1940 – 1943, Kwuzat Maayan-Zwi, Israel 1970

Danuta Czech, Lagerbuch von Auschwitz

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212883

Ernest W. Michel, „Promises Kept – Ein Lebensweg gegen alle Wahrscheinlichkeiten“, 2013

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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