Lange Eva

Eva Lange

*15.10.1913 in Brieg; ✡ Juli 2003 in Bedford, England

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Samuel Lange ; ✡ ?

Mutter Gertrud Schüfftan *3.4.1886 in Landeshut; ✡ 27.2.1943 in Riebnig, Sammellager

Geschwister

Magda Lange *10.5.1912; ✡1993 in Chicago; oo Artur Bornstein

Erika Lange *2.10.1919; ✡2001 San Mateo; oo Hans Wiener

Beruf

Adressen Brieg, Breslau; Urfeld;Essex

Heirat

Günter Riesenfeld/Zeev Sadeh *22.11.1912 in Breslau; ✡ Juni 1996 in Kibbuz Ma’Abarot

Die Ehe wird geschieden

2. Ehe Harkness

Kinder

Rahel *6.1.1938; oo Gill

Weiterer Lebensweg

6.5.1935 Einreise von Schwester Magda und Ehemann Artur Bornstein in Tel Aviv mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936 Eva Lange zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Ebenfalls ab August 1936 auf dem Gut Jägerslust Margot Lange*11.1.1911 in Berlin; ✡Juli 2005 in Haifa

Hachschara in Urfeld

1936/37 Eva Lange zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war

der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.

29.3.1937 Ankunft von Eva Lange und Michael Riesenfeld in Haifa mit Arbeiterzertifikaten der Kategorie C/LS

Aus der Hachschara Jägerslust kamen in den Kwuzat Massad: Eva Lange, Günter Riesenfeld, Hermann Chaim Berger; Adi Sporn,

6.6.1941 Einbürgerung von Eva und Michael Riesenfeld in Palästina

Nachkriegszeit

„Wiedergutmachung“

1957-1959 Akte im Archiv des Rhein-Sieg-Kreises U.a. Bescheid über die Gewährung der Ansprüche

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07617-02

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de908353

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://danielabraham.net/tree/related/hachshara/#lange-eva

https://danielabraham.net/tree/related/hachshara/#riesenfeld-gunther

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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