
Kurt Arje Harlam
*18.3.1914 in Königshütte; ✡ 22.7.1967 in Kibbuz Dafne
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Leo Harlam *3.10.1881 ; ✡ 14.4.1918 im Ersten WK
Mutter Gertrud Prager *6.1.1883 in Sohrau; ✡ 1
Geschwister
Werner Francois Harlam *23.8.1915
Halbbruder Viktor Bernd Harlam *12.1.1922 in Beuthen; ✡10.3.1945 Ebensee, Außenlager von Mauthausen
Beruf –
Adressen Königshütte; Urfeld;

Heirat 23.1.1939 in Kopenhagen Elfrida Rachel Bodländer *2.5.1916 in Frankfurt; ✡12.2.2005
Kinder
Gad Harlam *14.2.1941 in Affula
Tochter Harlam; oo Sagie
14.4.1918 Tod des Vaters im Ersten WK
Weiterer Lebensweg
1936 Stellenverlust als Kalkulator bei einem Textilwarengeschäft in Liegnitz
Hachschara in Urfeld
1936 Kurt Harlam zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

1937 Flucht nach Dänemark
23.1.1939 Heirat in Kopenhagen Elfrieda Bodländer
7.3.1939 Einreise in Haifa von Kurt und Elfriede Harlam mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
Nachkriegszeit
Kibbuz Daphne
„Wiedergutmachung“
22.9.1959 Akte enthält Ermittlungsbericht zum Antrag auf Entschädigung für Schaden an Eigentum und Vermögen und im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen
Gedenken
–
Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07617 – 03
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History