Weitzmann Michael

Michael Weitzmann

*16.10.1919 in Berlin; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegfried *24.1.1886 in Berlin; ✡7.3.1960 in Tel Aviv

Mutter unbekannt

Geschwister ?

Beruf Schreiner

Adressen Berlin ; Urfeld;

Heirat Bronia Strudler *29.12.1918

Die Ehe wurde geschieden

Kinder

Weiterer Lebensweg

1935 Ausschluss als Jude aus der Berufsschule für Holzarbeiter in Berlin und aus der Meisterprüfung zum Tischlermeister

Hachschara in Urfeld

August 1936Michael Weitzmann zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 warder Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Mai 1936 Vater Siegfried nach Tel Aviv

November 1936 Abmeldung von Michael Weitzman aus Urfeld

Mai 1937 Alija

10.5.1937 Ankunft von Michael Weitzmann in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

6.5. 1941 -Juli 1946 Eintritt in die Palestinian Company der Royal Army

15.6.1941 Antrag auf Einbürgerung in Palästina

Nachkriegszeit

Michael Weitzmann in Kiriat Bialik

„Wiedergutmachung“

1950-1950 Akte enthält u.a. den Bescheid des Regierungspräsidenten über die Gewährung der Ansprüche

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07630 – 13

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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