Buch Esther

Ester Ruth Buch

*19.10.1924 in Duisburg;

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Jacob Horowitz Buch *27.3.1879 in Wronowitz; ✡5.2.1943 in Auschwitz

Mutter Berthe Buch; ✡ vor 1930

Stiefmutter Sara Taube Friedländer *1.10.1903 in Stryi; ✡5.2.1943 in Auschwitz

Geschwister

Heinrich Zeew Buch *3.4.1922 in Duisburg ; ✡ ?

Gisela Buch *19.10.1924 in Duisburg; ✡ „30.9.1942“ in Auschwitz

Halbbruder

Samuel Josef Horowitz *10.7.1931 in Duisburg; ✡5.2.1943 in Auschwitz

Beruf  

Adressen Duisburg ; Amsterdam; Mijnsheerenland;

Heirat 10.4.1944 in Tel Aviv mit Heinz Oskar Josetti *3.1.1923 in Berlin

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

7.4.1937 Bruder Heinrich Buch aus Duisburg angemeldet zur Hachschara im Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling;

12.4.1937 Ausstellung eines Fremdenpass für Heinrich Buch in Duisburg

27.3.1938 Ankunft von Heinrich Buch in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija, Kategorie B(III)

Die Zwillinge Ester und Gisela Buch

4.12.1938 Vater Jakob und die Zwillinge Ester Ruth und Gisela fliehen in die Niederlande

5.9.1939 Stiefmutter Sara und Halbbruder Josef nach Amsterdam

Vater Jakob im Internierungscamp Hoek van Holland für „illegale Migranten“

29.12.1938 beide Schwestern im Protestanten Bondshuis N.P.B., Amersfoortsestraat 91, Soesterberg

Jeugdalijah

17.4.1939 Esther im Waisenhaus Vondelhof, Frederiksstraat 18a, Amsterdam

Im September 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte.

Mijnsheerenland

7.8.1939 Esther wechselt in die Aliyah Einrichtung Mijnsheerenland

Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige.

Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden.

26.2.1940 Ausstellung eines ID-Passes in Den Haag

19.3.-24.3.1940 Alija von Esther Buch von Marseille nach Haifa auf der SS PATRIA mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

Heinz Josetti

17.5.1939 Heinz Josetti in Berlin Schöneberg, Kalckreuthstraße 6 bei der Minderheitenzählung mit den Eltern Willi Josetti und Frieda Honig und den Schwestern Amalie (*1919), Nanett (*1929) und Ruth (*1931) und Bruder Manfred (*1924)

9.9.1939 Alija von Heinz Josetti mit Studentenzertifikat B(III)

17.11.1941 Einbürgerung von Heinz Josetti in Palästina

22.10.1942 Tod der Eltern Willi Josetti und Frieda Honig sowie der Schwestern Nanett (*1929) und Ruth bei Massenerschießung nach Ankunft in Riga

Schwester Gisela

3.7.1940 Gisela im jüd. Waisenhaus für Mädchen in Amsterdam, Rapenburgerstraat 171

15.9.1941 Gisela zum Vater Amsterdam, Nieuwe Achtergracht 132

3.8.1942 Gisela deportiert vom Kamp Westerbork nach Auschwitz; das von den ndl. Behörden festgesetzte Todesdatum 30.9.1942 ist fiktiv für alle aus den ersten Deportationen

Onderduiker

Vater Jakob Horowitz mit Frau und Sohn Josef im Versteck gefasst und als Strafgefangene in das KL Vught verbracht

26./27.1.1943 Verlegung zur Deportation von Vught in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork; sie werden auf die nächste Transportliste gesetzt

2.3.1943 Vater Jakob Horowitz mit Frau und Sohn Josef auf dem Transport von Westerbork nach Auschwitz

Nachkriegszeit

29.10.1945 Einbürgerung von Esther Ruth Josetti-Buch

1.8.1946 Entlassung von Heinrich Buch aus der Armee

8.4.1947 Einbürgerung von Heinrich Buch in Palästina

23.5.1961 Flugreise von London nach New York

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Slg Zerlett

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

http://dokin.nl/surviving-children/Esther-Buch-born-19-Oct-1924

http://www.dokin.nl/deceased_children/gisela-buch-born-19-oct-1924/

https://www.joodsmonument.nl/en/page/351929/gisela-buch

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Horowitz%20Jakob%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Taube%20Friedl%C3%A4nder%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Gisela%20Buch%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130268441

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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