Buch Heinrich

Heinrich Zeew Buch

*3.4.1922 in Duisburg ; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Jacob Horowitz Buch *27.3.1879 in Wronowitz

Mutter Berthe Buch; ✡ vor 1930

Stiefmutter Sara Taube Friedländer *1.10.1903 in Stryi; 5.2.1943 in Auschwitz

Geschwister

Ester Ruth Buch *19.10.1924 in Duisburg; oo Oskar Heinz Josetti

Gisela Buch *19.10.1924 in Duisburg; „30.9.1942“ in Auschwitz

Halbbruder

Samuel Josef Horowitz *10.7.1931 in Duisburg; 5.2.1943 in Auschwitz

Beruf  

Adressen Duisburg ; Urfeld;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

7.4.1937 Heinrich Buch aus Duisburg zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 150 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

12.4.1937 Ausstellung eines Fremdenpass für Heinrich Buch in Duisburg

27.3.1938 Ankunft von Heinrich Buch in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija, Kategorie B(III)

24.8.1938 Heinrich Buch abgemeldet aus Urfeld nach Duisburg

28.1.1942 Eintritt in die Palestinian Company der Royal Army

Die Zwillinge Ester und Gisela Buch

4.12.1938 Vater Jakob und die Zwillinge Ester Ruth und Gisela fliehen in die Niederlande

5.9.1939 Stiefmutter Sara und Halbbruder Josef nach Amsterdam

Vater Jakob im Internierungscamp Hoek van Holland für „illegale Migranten“

Dann im Kamp Reuver

29.12.1938 beide Schwestern im Protestanten Bondshuis N.P.B., Amersfoortsestraat 91, Soesterberg

17.4.1939 Esther in den Vondelhof, Frederiksstraat 18a, Amsterdam

7.8.1939 Esther wechselt in die Aliyah Facility Mijnsheerenland

24.3.1940 Ankunft von Esther Buch von Marseille nach Haifa auf der SS PATRIA mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

3.7.1940 Gisela im jüd. Waisenhaus für Mädchen in Amsterdam, Rapenburgerstraat 171

15.9.1941 Gisela zum Vater Amsterdam, Nieuwe Achtergracht 132

3.8.1942 Gisela deportiert vom Kamp Westerbork nach Auschwitz; das von den ndl. Behörden festgesetzte Todesdatum 30.9.1942 ist fiktiv für alle aus den ersten Deportationen

Onderduiker

Vater Jakob Horowitz mit Frau und Sohn Josef im Versteck gefasst und als Strafgefangene in das KL Vught verbracht

26./27.1.1943 Verlegung zur Deportation von Vught in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork; sie werden auf die nächste Transportliste gesetzt

2.3.1943 Vater Jakob Horowitz mit Frau und Sohn Josef auf dem Transport von Westerbork nach Auschwitz

Nachkriegszeit

1.8.1946 Entlassung von Heinrich Buch aus der Armee

8.4.1947 Einbürgerung von Heinrich Buch in Palästina

23.5.1961 Flugreise von London nach New York

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Slg Zerlett

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

http://dokin.nl/surviving-children/Esther-Buch-born-19-Oct-1924

http://www.dokin.nl/deceased_children/gisela-buch-born-19-oct-1924/

https://www.joodsmonument.nl/en/page/351929/gisela-buch

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Horowitz%20Jakob%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Taube%20Friedl%C3%A4nder%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Gisela%20Buch%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130268441

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My