Josetti Heinz

Heinz Oskar Josetti

*3.1.1923 in Berlin

Staatsangehörigkeit Deutsch

Religion jüdisch

Vater Wilhelm Oskar Josetti *23.1.1891 in Berlin; ✡ 22.10.1942 in Riga

Mutter Frieda Honig *23.1.1888 in Kolomea; ✡ 22.10.1942 in Riga

Geschwister

Amalie Josetti *3.1.1923 in Berlin; ✡1945 in Bergen Belsen

Manfred Josetti *17.6.1924 in Berlin; ✡ in Raasiku

Nanett Josetti *27.10.1929 in Berlin; ✡ 22.10.1942 in Riga

Ruth Josetti *9.4.1931 in Berlin; ✡ 22.10.1942 in Riga

Beruf  –

Adressen Berlin; Tel Aviv

Heirat 10.4.1944 in Tel Aviv mit Ester Ruth Buch *19.10.1924 in Duisburg;

Schwager Heinrich Zeew Buch *3.4.1922 in Duisburg ; ✡ ?.

Kinder

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 Heinz Josetti in Berlin Schöneberg, Kalckreuthstraße 6 bei der Minderheitenzählung mit den Eltern Willi Josetti und Frieda Honig und den Schwestern Amalie (*1919), Nanett (*1929), Ruth (*1931) und Bruder Manfred (*1924)

9.9.1939 Alija von Heinz-Oskar Josetti, Ankunft auf der SS GALILEA in Haifa mit Studentenzertifikat B(III)

17.11.1941 Einbürgerung von Heinz Josetti in Palästina

Deportationen

24.-26.9.1942 Bruder Manfred auf dem Transport von Frankfurt nach Raasiku, Estland

21. Osttransport nach Riga

19.-22.10. beide Eltern und die Schwestern Ruth und Nanett auf dem 21. Osttransport von 959 Berliner Juden nach Riga, zahlreiche Familien mit Kindern sowie 59 Kinder aus dem Baruch-Auerbachschen Waisenhaus in der Schönhauser Allee 162

22.10.1942 Tod der Eltern Willi und Frieda sowie der Schwestern Nanett (*1929) und Ruth Josetti bei Massenerschießung des gesamten Transports nach Ankunft in Riga im Hochwald von Bikernieki, nur 81 Männer werden zum Aufbau eines Lagers selektiert.

61. Osttransport

19.10.1942 Schwester Amalie stand auch auf den Deportationslisten für Riga, ist aber kurzfristig untergetaucht; offenbar hatte sie bis Ende 1944 in Berlin im Versteck gelebt und wurde gefasst

5.1.1945 Schwester Amalie Josetti auf dem 61. Osttransport ab Berlin, Ziel:Ravensbrück/Sachsenhausen/Bergen-Belsen; der ursprünglich für Auschwitz vorgesehen Transport wurde wohl wegen der bevorstehenden Auflösung des KL Auschwitz nach Ravensbrück geleitet

Die Zwillinge Ester und Gisela Buch

4.12.1938 Vater Jakob Buch und die Zwillinge Ester Ruth und Gisela fliehen in die Niederlande

5.9.1939 Stiefmutter Sara und Halbbruder Josef nach Amsterdam

Vater Jakob im Internierungscamp Hoek van Holland für „illegale Migranten“

29.12.1938 beide Schwestern im Protestanten Bondshuis N.P.B., Amersfoortsestraat 91, Soesterberg

Jeugdalijah

17.4.1939 Esther Buch im Waisenhaus Vondelhof, Frederiksstraat 18a, Amsterdam

Im September 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte.

Mijnsheerenland

7.8.1939 Esther wechselt in die Aliyah Einrichtung Mijnsheerenland

Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige.

Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden

26.2.1940 Ausstellung eines ID-Passes in Den Haag

19.3.-24.3.1940 Alija von Esther Buch von Marseille nach Haifa auf der SS PATRIA mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

Schwägerin Gisela Buch

3.7.1940 Gisela im jüd. Waisenhaus für Mädchen in Amsterdam, Rapenburgerstraat 171

15.9.1941 Gisela Buch zum Vater Amsterdam, Nieuwe Achtergracht 132

3.8.1942 Gisela deportiert vom Kamp Westerbork nach Auschwitz; das von den ndl. Behörden festgesetzte Todesdatum 30.9.1942 ist fiktiv für alle aus den ersten Deportationen

Nachkriegszeit

29.10.1945 Einbürgerung von Esther Ruth Josetti-Buch

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1084010

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1063921

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1061262

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

http://dokin.nl/surviving-children/Esther-Buch-born-19-Oct-1924

http://www.dokin.nl/deceased_children/gisela-buch-born-19-oct-1924/

https://www.joodsmonument.nl/en/page/351929/gisela-buch

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Horowitz%20Jakob%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Taube%20Friedl%C3%A4nder%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Gisela%20Buch%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130268441

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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