Dronk Gimeck

Gimeck Dronk

*5.7.1912 in Warschau; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Hermann Dronk *14.5.1881 in Warschau;

Mutter Scheco Sabina Dronk geb Moschkowiatsch *17.8.1889 in Warschau; ✡ 1942 Euthanasie

Geschwister Samuel Dronk *1920

Beruf

Adressen Warschau; Beuel; Willich; Urfeld;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Zuzug des Vaters als Fremdarbeiter, Schreiner im Ersten WK nach Beuel

1919 die Mutter Scheco zieht mit Gimeck nach Beuel

31.8.27 Mutter Sabina Dronk mit „paranoider Psychose“ in die „Rheinische Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bonn“

Bruder Samuel wird im Jüd. Kinderheim in Köln untergebracht

Mai 1929 Entlassung der Mutter nach Hause

Jan 1931 Mutter erneut mit Schizophrnie in die Klinik in Bonn

Ein von den rheinischen Behörden betriebenes Ausweisungsverfahren scheitert an der Weigerung Polens

T4 Euthanasie

Mutter Schecco sieben Jahre in der Bonner Nervenklinik

20.8.1938 verlegt in die Anstalt Bedburg-Hau

4.11.1939 Überstellung der Mutter in die Sammelanstalt Wunstorf:

27.4.1940 Transport von Scheco Dronk in eine der Tötungsanstalten

Hachschara in Urfeld

16.1.1936 Gimeck Dronk aus Willich zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 150 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

25.6.1936 Gimeck Dronk abgemeldet aus Urfeld nach Luxemburg

Keine weiteren Daten zu Gimeck und Samuel Drong

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Slg Zerlett

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.bonner-geschichtswerkstatt.de/index.php/projekte/beuel-76/68-schicksale-beueler-juden-und-juedinnen

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de195719

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de195455

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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