Oskar Jeschajahu Wahrmann
*27.9.1908 in Rakowicz;✡ 1997
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Moses Wahrmann *17.12.1877 in Slotnicki; ✡24.11.1923 in Frankfurt
Heirat der Eltern 17.12.1907 in Rakowka
Mutter Pesia Feiga Lippe *15.12.1880 in Rakowca; ✡24.2.1964 in Los Angeles
Geschwister
Siegmund Wahrmann *7.8.1910 Frankfurt; ✡16.8.1998; oo 1941Marie Beer
Matilde Wahrmann *4.11.1912 in Frankfurt; ✡ 5.3.1990 Los Angeles; oo Ackerman
Beruf –
Adressen Frankfurt; Urfeld; Hindenburg; Jerusalem
Heirat
Kinder
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
10.4.1935 Oskar Wahrmann aus Frankfurt zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
21.11.1935 Oskar Wahrmann abgemeldet aus Urfeld nach Hindenburg/Zabrze
Alija
Zeitpunkt und Weg der Alija sind bis dato unbekannt
Nachkriegszeit
1977 wohnt Oskar Wahrmann in Jerusalem
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History