Ellinger Helmut

Helmut Daniel Ellinger

*25.12.1920;✡ nach Juni 1942 Region Lublin

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Alfred Ellinger *27.8.1888 Hohensalza/Posen; ✡ Juni 1942 Region Lublin

Mutter Martha Birnzweig *26.5.1890 in Wiesbaden; ✡Juni 1942 Region Lublin

Onkel Rudolf Schwarz *3.5.1887 in Binswangen; ✡Juni 1942 Region Lublin

Tante Helene Birnzweig *1.4.1893 in Wiesbaden; ✡Juni 1942

Geschwister keine

Cousins

Otto Schwarz Otto Schwarz *1.3.1921 in Binswangen ; ✡17.3.2007 in Stockholm

Manfred Schwarz Manfred Schwarz *23.2.1922 in Binswangen; ✡2.10.2012 in Schweden

Beruf  

Adressen Wiesbaden; Urfeld;

Heirat  –

Helmut Ellinger war verlobt mit der Chaluza Hedwig Woller *3.1.1921 in Bütow;✡ Juni 1942 in Sobibor

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

Die Cousins Otto und Manfred Schwarz und vermutlich auch Helmut Ellinger zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Urfeld 1939/40 Hedwig Woller vorn mittig; Madrich Benny Stein 2. von rechts; Helmut Ellinger evtl vorn links ?

Vermutlich hat er Hedwig Woller in Urfeld kennengelernt

4.4.1940 Hedwig Woller abgemeldet aus Urfeld nach Gut Skaby

Sobibor

Anweisung der Gestapo Frankfurt/Main an die Landräte des Regierungsbezirks Wiesbaden

10.6.1942 Verbringung der Wiesbadener Juden in die Frankfurter Großmarkthalle

11.6.1942 Daniel Ellinger sowie dessen Eltern, seine Verlobte Hedwig Woller sowie Onkel Rudolf und Tante Helene Schwarz ab Frankfurt nach Sobibor

Gedenken

Page of Testimony für Helmut Ellinger und seine Mutter Matha von seinem Cousin Otto Schwarz, der mit seinem Bruder Manfred Schwarz ebenfalls in Urfeld war; es ergibt sich daraus die Vermutung, dass Helmut Ellinger auch dort war.

Quellen

https://gedenkbuch-augsburg.de/biografien/berta-lammfromm-geb-birnzweig

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Babette Weil und ihre Tochter Frieda

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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