Katz Moritz

Moritz Katz

*4.4.1889 in Abterode; Tod in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Katz *22.11.1853 in Abterode; ✡6.6.1928 in Abterode

Heirat der Eltern 6.5.1883 in Abterode

Mutter Betti Tannenbaum *16.7.1859 in Eiterfeld; ✡6.3.1943 in Amsterdam

Geschwister

Toni Katz *26.2.1899 in Abterode; oo Levi Nussbaum

Israel Katz *1.3.1884 in Abterode; vor 1944 im Ghetto Warschau; oo Doris Lewy

Beruf  

Adressen Abterode; Dortmund, Saarbrücker Straße 5; Laer

Heirat Else Frank *3.7.1900 in Düsseldorf

Kinder

Weiterer Lebensweg

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 Ehefrau Else Katz in Dortmund, Saarbrücker Straße 5

17.5.1939 Moritz Katz im Aufbaulager Laer Steinfurt wurden 46 Zwangsarbeiter erfasst (18 aus Frankfurt)

In der erhaltenen Hausstandsliste von Laer, Altenburg 27 a findet sich sein Name unter 35 jüdischen Zwangsarbeitern.

Am 16.10.1940 erfolgte dann die Weiterverlegung der Gruppe in das Lager Altenberge, Kümper 35 auf den Hof Geuker.

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

24.2.1943 Schreiben der RVJD-Verwaltungsstelle Dortmund, unterzeichnet von Adolf Stern und Willi Meier an die in Unternehmen beschäftigten jüdischen Zwangsarbeiter:

„Auf Anordnung der Geheimen Staatspolizei – Staatspolizeistelle – Dortmund haben Sie zwecks Überprüfung Ihres Arbeitseinsatzes persönlich amSonnabend, den 27. Februar 1943, vormittags 10 Uhr im jüdischen Gemeindehaus Dortmund, Kampstraße 14, möglichst mit Ihren Arbeitspapieren zu erscheinen. Dieser Aufforderung ist unbedingt nachzukommen. Sie ist ggf.dem Arbeitgeber auf Verlangen vorzulegen. Sollten Sie dieser Aufforderungnicht nachkommen, so haben sie mit den strengsten staatspolizeilichen Maßnahmen zu rechnen.“

Anfang März 1943 reichsweite Fabrikation besonders in Berlin, Breslau und Westfalen; die 300 überwiegend in kriegswichtigen Betrieben Zwangsarbeit verrichtenden Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg wurden im Saal der Gastwirtschaft Gerold am Brackeler Hellweg war in Dortmund als Sammelstelle interniert. In der Nacht vom 1./2.3.43 war die Gaststätte Zur Börse am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs zugleich Zwischenstation für Juden aus einen Koppelzug, der von Stuttgart kommend über Trier durch das Ruhrgebiet geführt wurde und bereits 212 Menschen aus Württemberg, Baden und dem Rheinland aufgenommen hatte.

Am 2.3.43 fuhr dieser Zug mit nunmehr über 500 Juden vom Dortmunder Südbahnhof aus weiter in Richtung Bielefeld, wo etwa 250 Menschen für den Transport im Saal der Eintracht am Klosterplatz gesammelt wurden.

3.3.1943 Ankunft in Auschwitz

Gedenken

Quellen

Kartei der im Aufbaulager Laer gemeldeten Zwangsarbeiter, Hausstandsliste Altenburg 27 a, Gemeindearchiv Laer C 471

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT430302_10.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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