Fritz Grünberg/Gruen
*15.12.1911 in Rheine; ✡13.2.1980 in San Francisco
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Adolf Wolf Grünberg *15.3.1878 in Hopsten; ✡ in Riga
Heirat der Eltern 14.4.1907 in Burgsteinfurt
Scheidung der Eltern 6.10.1931
Mutter Helena Eichenwald *30.9.1882 in Burgsteinfurt; 25.10.1938 Amsterdam
Geschwister
Leo Grünberg *11.4.1908 in Rheine; ✡ 1987 in Pottstown, USA
Hedwig Grünberg *3.6.1909 in Rheine; ✡ 3.8.1989 in Dade, Florida; oo Gutman
Barbara Grünberg *20.1.1916 in Rheine; ✡ 1986 in Philadelphia; Herbert Heller
Beruf Kaufmann
Adressen Rheine; Dumte, Borghorst;
Heirat 12.2.1941 in Amsterdam mit Ingeborg Köbner *5.5.1917 in Breslau
Scheidung 30.9.1947 in Reno Nevada; Inge heiratet 1948 Fred Stamm
Kinder
Weiterer Lebensweg
Um 1930 zur Ausbildung im Manufakturwarenhandel bei der Fa. Abraham Eichenwald an der Münsterstraße in Borghorst
Januar 1930 Fritz Grünberg Mitbegründer des ‚Jüdischen Jugendvereins‘ in Borghorst, fungiert als Schriftführer; Vorsitzender der acht aktiven Mitglieder war der 24-jährige Albert Bacherach aus Mansbach, Herta Hertz besetzte die ‚Kassenstelle‘. Else Gumprich und Moritz Hertz waren Beisitzer.
6.10.1931 Scheidung der Eltern
Minderheitenvolkszählung
17.5.1939 Fritz Grünberg in Borghorst
Amsterdam
26.12.1938 Flucht der Mutter Helene aus Rheine nach Amsterdam
Dezember 1939 Flucht von Fritz Grünberg aus Borghorst nach Amsterdam



Sekretär des Joodse Raad in Amsterdam
Au-Be
Abkürzung für ‚Ausnahmebescheinigung‘. Fritz Grünberg als Sekretär des JR auf der „AuBe-Liste“.

Im Sommer 1943 wurde eine Liste aufgestellt, auf der ca. 170 Personen aufgeführt wurden. Sie wurden bis auf weiteres von der Deportation ausgeschlossen. Obwohl ein Großteil der Juden und Jüdinnen zu dem Zeitpunkt bereits deportiert wurde, wollte Aus den Fünten (Leiter der Zentralstelle) den Amsterdamer Judenrat nicht vollständig auflösen.

Kamp Westerbork
1942/1943 Fritz Grünberg eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork; Baracke 60; im Kamp Westerbork hat er die Funktion des Leiter des JR im Lager.
März/April 1943 Er ist aktiv an der Rettungsaktion und Flucht von Sylvia de Levier beteiligt


Als Mitglied der jüdischen Lagerverwaltung steht er auf der 1000er- Liste des SS Kommandanten Gemmeker
12.4.1945 Befreiung von Westerbork durch Truppen der Canadian Army
9.5.1945 die überlebenden 883 Juden werden in drei Gruppen aufgeteilt, nach ihrem Eintreffen im Lager
- Nach dem 4.9.1944
- 10.5.1940-4.9.1944
- Vor dem 10.5.1940, dem Einmarsch der Deutschen
und dementsprechend in Schüben nach Prüfung von evtl. Kollaboration entlassen, die „oude kampbewoners“ zuletzt
Nachkriegszeit
23.11.1946 Flug von Fritz Grünberg von Amsterdam nach New York
24.11.1946 Einreise in New York
30.9.1947 Scheidung von Inge Köbner in Reno Nevada
1951 nach San Francisco
1952 Einbürgerung von Fritz Grünberg als US Citizen
Gedenken
Quellen
Frank van Riet, The Jewish Guards; 2022
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130299044
Kartei der im Aufbaulager Laer gemeldeten Zwangsarbeiter,Hausstandsliste Altenburg 27 a; Gemeindearchiv Laer C 471
Sabine Jarnot, Vorübergehend gemeldet, Jüdische Zwangsarbeiter in Laer und Altenberge 1940/1941; Laer, 2021
https://www.statistik-des-holocaust.de
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume