Appel Max

Max Appel

*14.12.1919 in Frankfurt; ✡ 11.7.1998 in San Francisco

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Josef Appel *7.6.1891 in Wachenbuchen; ✡ ?

Mutter Ida Judesa Porcelan *11.2.1895 in Krakau; ✡  ?

Geschwister

Beruf

Adressen Frankfurt, Oskar Von Miller-Straße s 35; Havelberg

Heirat 8.8.1948 in Tel Aviv Hannah Berger *1923

Kinder

Weiterer Lebensweg

Waldgehöft Havelberg

1939 Max Appel zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.7.1939 Max Appel mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft bei der Minderheitenzählung

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

16.2.1940 Registrierung von Max Appel in Athlit; er gibt Dr. Schneider, Frankfurt als Referenz an (Dokument D/1041/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

21.7.1940 Entlassung von Max Appel aus dem Lager Athlit

Er gibt eine Kontaktadresse an

Frankfurt – Theresienstadt- Auschwitz

15.9.1942 beide Eltern auf dem Transport XII/3 aus Frankfurt nach Theresienstadt

23.1.1943 beide Eltern auf dem Transport C v von Theresienstadt nach Auschwitz

Nachkriegszeit

8.8.1948 Heirat in Tel Aviv mit Hannah Berger

5.7.1961 Einbürgerung von Max Appel als US Citizen

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4964220

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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