Molkner Johanne

Johanne Friederike „Hansi Fritzi“ Molkner

*24.2.1917 in Wien; ✡ 20.10.1987

Staatsangehörigkeit Österreich;deutsch

Religion jüdisch

Vater Dawid Molkner *15.3.1880 ; ✡ 11/1943 in Auschwitz

Heirat der Eltern 26.12.1911 in Wien

Mutter Elisabeth Wagner *3.11.1891 in Wies, Melk; ✡ 1944 in Stutthof

Geschwister

Karl Molkner *1919 in Wien

Beruf

Adressen Wien; Leipzig, Mechlerstraße 3; Havelberg

Heirat 27.6.1947 in Odense Hans Gumpel (*20.5.1914 in Lemgo, ✡20.10.1987)

Kinder

Bjarne Gustav Gumpel *25.5.1948

Bengt Gumpel *23.11.1954

Weiterer Lebensweg

1933 Umzug der Familie von Wien nach Leipzig

Waldgehöft Havelberg

1939 Johanne Molkner zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Johanne Molkner mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft

17.5.1939 Johanne Molkner auch in Leipzig, Mechlerstraße 3, registriert mit den Eltern

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

Dänemark

Oktober 1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Johanne Molkner in Vejle als Dienstmädchen bei Familie Petersen bei Volkszählung in Dänemark

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den

 Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

10.10.1943 auch Hans Gumpel gerettet von Kopenhagen nach Hälsingborg

Nachkriegszeit

1945 Suchanzeige von Cousin Alfred Kort, 1th Lt. US Army

27.6.1947 Heirat in Odense mit Hans Gumpel

Gedenken

Quellen

Volkszählung in Dänemark von 1940 – Frederikke Johanne Molkner

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/P.M._Gumpel__Hans.pdf

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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