Reis Hans

Hans Reis

*11.4.1918 in Lübeck; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Die Eltern sind nicht gesichert

Vater Bernhard Reis *31.10.1871 in Hamburg; ✡ vor 1945

Mutter Stefanie Reis geb. Schlomer *26.1.1879 ; ✡ 6.2.1943 in Theresienstadt

Geschwister ?;

Beruf Gärtnerpraktikant

Adressen Lübeck; Gut Winkel; Berlin; Augsburg Armenhausgasse;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Aus Gut Winkel abgemeldet nach Berlin

1935 oder 1936 in Berlin Schöneberg, Luitpoldstraße 24 mit zahlreichen weiteren Chawerim; vermutlich zu einem Hachschara-Vorbereitungskurs

Hachschara im Beth Chaluz Augsburg

Hans Reis zur Hachschara als Gärtnerpraktikant nach Augsburg in das Beth Chaluz in die Friedberger Straße 9, dann in der Armenhausgasse B 121 a  (21), Träger war der Hechaluz; das Beth Chaluz befand sich bis 1937 in der Bernheimer-Villa in der Friedberger Straße 9; von Augsburg gingen viele Jugendliche auf das Hachschara Gut Bannacker in Augsburg-Bergheim, der Hechaluz betrieb dort in Haus drei eine landwirtschaftliche Ausbildung

Novemberpogrom

10.11.1938 33 Chaluzim verhaftet in Augsburg im Novemberpogrom, Hans Reis mit insgesamt 28 über 18- Jährigen Chaluzim aus dem Wohnheim für jüdische Auszubildende in der Armenhausgasse, „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21212

8.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau mit der Auflage, Deutschland zu verlassen

5.4.1939 die fünf Chaluzim Hans Bandmann, Fritz Laufer, Heinrich Kampf, Albert Neuner und Hans Wessely aus dem Beit Chaluz Augsburg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

Lübeck -Theresienstadt

15. Juli 1942 Stefanie Reis von Lübeck, ab Hamburg nach Theresienstadt

6.2.1943 Tod von Stefanie Reis in Theresienstadt

Zu Hans Reis liegen aktuell keine weiteren Daten vor

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de948977

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429448

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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