Borchardt Katja

Katja Borchardt

*23.6.1920 in Berlin; ✡ 11.9.2004 Toronto

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Curt Borchardt *4.4.1892 in Berlin; ✡ 26.7.1965 in Toronto

Heirat der Eltern 1918 in Berlin

Mutter Marie Kron *11.9.1889 in Riga; ✡ 25.1.1977 in Toronto

Geschwister

Beruf Landarbeiterin

Adressen Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

1942 Emil Menachem Katzmann ; die Ehe wurde geschieden

1948 Hans Friedländer *23.8.1918 in Berlin; ✡2.8.1997 in Toronto

Kinder

Mira Ariela Friedländer/Fairhead *15.11.1951 in Jaffa; ✡10.5.2000 in Toronto

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

zur

 Katja Borchardt zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Katja Borchardt in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 beide Eltern in Berlin Niebuhrstraße 72

September 1939 Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4

12.10.1939 Bahnfahrt von Katja Borchardt ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

13.2.1940 Registrierung von Katja Borchardt in Athlit;sie gibt Max Bielefeld in Berlin, Eisenacher Straße 3 als Referenz an, als Gemeindeältesten Dr Lewkowitz Berlin (Dokument D/621/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Sie gibt Ben Ury in Haifa als Kontaktadresse an.

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

26.8.1941 Eltern nach New York

25.1.1956 Eltern nach Toronto

11.9.1956 Katja Borchardt mit Ehemann Hans Friedländer und Tochter Mira nach Kanada

Gedenken

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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