Braun Werner

Hans Werner Braun *12.6.1918 in Nürnberg; ✡ 25.12.2018 Jerusalem

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Arthur Ascher Braun *19.1.1883 Niederstetten; ✡ 1.10.1962

Heirat der Eltern 5.3.1911

Mutter Martha Bernhard *1887 in Nürnberg; ✡ 1981

Geschwister

Stefanie Braun in Nürnberg *11.12.1911; ✡ 23.11.1994 USA; Jacob Orfali

Wolfgang Flo Zeev Braun *4.8.1914 in Nürnberg; ✡ 2010 Jerusalem; oo Gerda Goldberger

Heinz Braun *26.3.1917 in Nürnberg; ✡ 26.7.2007; oo Hadassa Golobov

Cousine Ruth Braun *22.4.1920 in Nürnberg; ✡ 1.8.1975 in Israel

Beruf Landarbeiter

Adressen Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

9.9.1941 in Kopenhagen Renate Yael Fleischmann *17.10.1921 in Prag; ✡25.10.2010 Jerusalem

Anat Rotem ✡31.8.1947; ✡15.3.2019

Kinder zwei

Ruth Braun *13.5.1943 Fredericksund; ✡20.1.2007

Dani Braun *16.6.1944 in Östra-Stenby

Weiterer Lebensweg

1924 Einschulung in der Volksschule Uhlandstraße

Bis 1933 Gymnasium

1933-1936 Polstererlehre

Landwerk Neuendorf

1936-1937 Hachschara im Landwerk Neuendorf

Schweden – Dänemark – Schweden

1937 Werner Braun nach Schweden zur Einzelhachschara bei Bauern

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

1939 zur Einzelhachschara bei Bauern in Dänemark

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Dänischer Census Werner Braun in Odense in einem Studentenwohnheim in der Husmandsskolens Allé

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

1943 Werner Braun rettet sich nach Schweden

Gut Winkel

Bruder Heinz Braun zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Alija

13.7.1936 Ankunft von Heinz Braun in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz

Nachkriegszeit

Oktober 1945 auf einer Mitgliederliste des Hechaluz „Alte Chawerim“ in Schweden

1946 Alija von Werner Braun nach Palästina vermutlich als Ma’apilim auf der TEL HAI

1947 Eröffnung des Fotostudios und Labor „Foto Braun“ in Jerusalem“

1948 Soldat im Unabhängigkeitskrieg

Ab 1950 Arbeit als freier Pressefotograf

Werner gilt als Begründer des Fotojournalismus in Israel

1961 Offizieller Fotograf für das Pressbüro der israelischen der Regierung beim Eichmann-Prozess

Pionier der Unterwasser-Fotografie

Gedenken

Quellen

https://en.wikipedia.org/wiki/Werner_Braun_(photojournalist)

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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