Herbert Zwi Dominski
1.6.1923 in Heydekrug; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Jehoshua Asius Dominski *14.1.1885 in Kaukehmen; 1943 Auschwitz
Mutter Emma Perl *27.11.1883 in Freystadt; ✡ 5.3.1943 in Auschwitz
Onkel (?) Samuel Dominski *16.12.1879 in Sköpen, Elchniederung; ✡ 25.11.1941 in Sachsenhausen
Geschwister
Friedel Paul Dominski *8.6.1926 in Tilsit; ✡ 1943 in Auschwitz
Elke Dominski; oo Kurt Arensberg
Anna Dominski
Loote Dominski
Beruf Landarbeiter
Adressen Heydekrug; Neukirch, Elchniederung; Tilsit, Arndtstraße 1 Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat 7.3.1944 Ruth Allmeier *12.4.1921 in Hofheim, Taunus
Kinder
Gideon Dominski *4.8.1946 in Affulah
Weiterer Lebensweg
Ahrensdorf
Herbert Dominski zur Hachschara im Landwerk Ahrensdorf
Rüdnitz
Herbert Dominski zur Hachschara auf Hof Wecker in Rüdnitz
Gut Winkel
Herbert Dominski zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Alija
21.7.1939 Passausstellung für Herbert Dominski in Tilsit
7.8.1939 Passausstellung für Ruth Allmeier in Frankfurt
31.1.1940 Ankunft von Ruth Allmeier mit den Eltern Eduard und Jenny in Raanana mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)
4.4.1940 Ankunft von Herbert Dominski in Haifa auf der SS MARCO POLO mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Herbert Dominski in Gut Winkel, Spreenhagen
17.5.1939 beide Eltern und Bruder Paul in Tilsit, Arndtstraße 1
14.2.1942 Bruder Friedel aus dem Jugendheim Rosenstraße auf dem 25. Osttransport von 881 Juden aus Berlin nach Auschwitz mit zahlreichen Chaluzim: 25 jugendliche Mitarbeiter aus dem Krankenhaus Iranische Straße, 48 Jugendliche aus dem Heim in der Rosenstr. 2-4, 21 aus der Keibelstraße 3 (Sammellager im ehem. Verwaltungskomplex der Karstadt AG), Hedwig Schweriner aus Gut Winkel und 18 aus dem Waldlager Britz bei Eberswalde
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
27.2.1943 Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:
„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“
2.3. und 4.3.43 insgesamt 60 Menschen aus Ostpreußen und 5 aus Pommern an die Berliner Osttransporte angeschlosse
2.3.1943 Emma und Asius Dominski auf dem 32. Osttransport nach Auschwitz
Gedenken
16.2.2009 Stolpersteine in Hofheim, Neugasse 43 für Ruth und ihre Eltern Eduard und Jenny Altmeier sowie drei weitere Mitglieder der Familie
Quellen
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316