Herbert Kamm
*23.7.1920 in Pawonkau/Lublinitz (Guttentag); ✡ 1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Emil Kamm *25.8.1877 in Pawonkau; ✡ 3.6.1942 KL Sobibor
Heirat der Eltern 10.7.1911 in Beuthen
Mutter Rosa geb. Kamm *12.6.1884 in Radostowitz; ✡ 3.6.1942 KL Sobibor
Tante Selma Kamm *12.4.1875 in Pawonkau; ✡ 25.2.1943 in Theresienstadt
Geschwister
Günther Kamm *28.3.1919 in Pawonkau;; ✡20.6.1943 in Auschwitz
Erich Kamm *17.7.1922 in Weißenfels; ✡13.6.1943 in Auschwitz
Ruth Kamm *3.5.1926 in Weißenfels; ✡ 3.6.1942 KL Sobibor
Beruf Landarbeiter
Adressen Pawonkau; Weißenfels, Naumburger Straße 55; Lobitten; Gut Radlow in Beeskow- Storkow
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Auswandererkartei SG Leipzig

Ziel der drei Brüder Mindanao
Hachschara in Lobitten
Ca 1938 Alle drei Brüder zur Hachschara nach Lobitten

Auf Gut Lobitten (Lugovskoje) bei Powunden (Chrabrowo) bildete der jüdische Gutsbesitzer Walther Sandelowsky von 1934 bis 1939 junge Juden in der Landwirtschaft aus
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Herbert Kamm mit den Brüdern Günter und Erich zur Hachschara auf Gut Lobitten
1942/43 Zwangsarbeit auf Gut Radlow in Beeskow- Storkow
Halle – Sobibor.
1.-3.6.1942 beide Eltern und Schwester Ruth auf dem Transporte Kassel- Halle- Sobibor

12.1.1943 Herbert Kamm auf dem 26. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
37. Osttransport
1942/43 wurden die die Brüder Günter und Erich zunächst nach Neuendorf und dann ins Forsteinsatzlager nach Schönfelde geschickt
Bei der Fabrikaktion im März 1943 waren die Arbeitseinsatzlager in Brandenburg zunächst von den Deportationen ausgespart geblieben: In einer Dienstanweisung der Gestapo Frankfurt/Oder vom 24.2.1943 heißt es dazu:
„Die in Betrieben beschäftigten Juden dürfen, sofern sie in geschlossenen Lagern – wie Neuendorf i. S., in Waldlagern usw. – untergebracht sind, bei dieser Aktion nicht erfasst werden.
Polnische Juden, die getrennt […] in verschiedenen Betrieben beschäftigt und in geschlossenen Lagern untergebracht sind, dürfen bei dieser Gelegenheit nicht erfasst werden.“
Verbringung der Juden aus den Zwangseinsatzlagern nach Frankfurt/Oder und von dort mit der Bahn nach Berlin ins Sammellager Große Hamburger Straße.

19.4.1943 die Brüder Günter und Erich auf dem 37. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Mit dem 37. Osttransport am 19. April wurden 346 Männer und Frauen aus Neuendorf sowie aus den Waldlagern Hangelsberg, Hasenfelde, Kersdorf (bei Briesen), Kaisermühl, Jakobsdorf (9), Schönfelde, Behlenfelde und Booßen deportiert, aus dem Forsteinsatzlager Schönfelde waren es zwanzig.
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1077576
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1085792
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de891106
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de891314
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de891311
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de891318
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1085823
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212101
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212892
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129819137
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316