Glass Irma

Irma Miriam Iris Glass

*14.3.1924 in Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Israel Stern *28.3.1891 in Wielki; ✡ 1958in Ashkelon

Mutter Genia Glass *9.2.1891 in Brodla; ✡ 9.5.1942 in Kulmhof

Geschwister

Klara Glass *18.9.1919 in Berlin; ✡ 1964 Hemel Hempstead

Hilda Glass *1921 in Berlin; ✡ 9.5.2012 London; oo1946 David Spielmann

Hermann Glass *17.1.1922 in Berlin; ✡ ? in Israel

Nathalie Glass *31.3.1925 in Berlin; ✡ 11.5.1911 Montreal; oo 1948 Oskar Pohoryles

Artur Glass * 11.3.1926 in Berlin; ✡ 22.12.1942 Auschwitz

Gerald Glass * 30.10.1928 in Berlin; ✡ 21.1.2016 Montreal

Joachim Glass gen. Nakler *22.10.1930 in Berlin; ✡ 22.10.1942 in Rika Bikernieki

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin, diverse Waisenhäuser; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Michael Gideon Ben Zeew Laufer

Kinder zwei

Nurit Laufer *1951; 2013; oo Lavie

Weiterer Lebensweg

Bis 1930 in einer Pflegefamilie in Berlin, Georgenkirchstraße 49

1930-1931 Johannaheim „Im Werftpfuhl“ bei Berlin, evangelisches Mädchen-Waisenheim

1931-1932 Kinderheim Heinersdorf im Herrenhaus

1932-1935 wieder Pflegefamilie in Berlin, Georgenkirchstraße 49

1935-1939 Jüdisches Reichenheimsches Waisenhaus, Berlin, Weinbergsweg 13

Gut Winkel

15.5.1939 Irma Glass zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

24.4.1939 Ausstellung eines Fremdenpass für Irma Glass in Berlin

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Irma Glass in Gut Winkel

17.5.1939 Schwester Natalie im Baruch-Auerbachschen Waisenhaus in der Schönhauser Allee 162

Kindertransport

10.8.1939 Schwester Natalie auf dem 28. England Transport der „Garantierten Kinder“ mit zwei weiteren Mädchen aus dem Auerbachschen Waisenhaus

Britischer Census

29.9.1939 Schwester Klara in 4, Pagoda Avenue, Richmond, Surrey bei Fam. Robson

Alija

14.8.1939 Einreise von Irma Glass in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija, Kategorie B(III)

mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

19.9.1945 Einbürgerung in Palästina

Berlin – Lodz

1.11.1941 Mutter Genia Glass auf dem IV. Osttransport von Berlin ins Ghetto Lodz

21. Osttransport- Massenerschießung in Riga

19.-22.12.1942 Bruder Joachim mit 59 Kindern und Personal aus dem Baruch-Auerbachschen Waisenhaus in der Schönhauser Allee 162 nach Riga; bei Ankunft in Riga Skirotawa werden 81 Männer weggeführt, alle übrigen werden im Hochwald von Bikernieki erschossen.

25. Osttransport – Jugendheim Rosenstraße

14.2.1942 Bruder Arthur gehört zu der Gruppe 48 jüdischer Jungen, die aus dem Jugendheim im Gemeindehaus Rosenstraße 2-4. auf dem 25. Osttransport von 881 Juden aus Berlin nach Auschwitz mit zahlreichen Chaluzim: 25 jugendliche Mitarbeiter aus dem Krankenhaus Iranische Straße, 48 Jugendliche aus dem Heim in der Rosenstr. 2-4, 21 aus der Keibelstraße 3 (Sammellager im ehem. Verwaltungskomplex der Karstadt AG), Hedwig Schweriner aus Gut Winkel und 18 aus dem Waldlager Britz bei Eberswalde

Nachkriegszeit

Gedenken

2.7.1997 Page of Testimony für Genia Glass von ihrer Enkelin Nurit Lavie bei Yad Vashem

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11207173

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot4.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot21.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot25.html

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://www.eckelt.de/Jakobsweg/Nordroute/Heinersdorf_Muencheberg.html?Bilder

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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