Erwin Heymann
*21.8.1924 in Berlin; ✡ 27.4.2015 in Berlin
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Moritz Heymann *3.2.1885 Hamburg; ✡ 1942 in Auschwitz
Mutter Lina Siegel *22.10.1885 in Ems; ✡ 1942 in Auschwitz
Großmutter Clara Siegel-Heymann geb. Ehrenfeld *8.9.1852 in Laufenselde; ✡18.6.1941
Geschwister
Siegfried Heymann *19.10.1913 in Berlin; ✡ 1998
Richard Heymann *5.4.1915 in Berlin; ✡ 1942 in Auschwitz
Gustav Heymann *22.8.1920 in Berlin; ✡ 1920 in Berlin
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin, Altonaer Straße 22; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Hensel (Eltern Wilhelm Hensel und Luise Birnbaum)
Kinder eins
Eliaha Heymann
Weiterer Lebensweg

Ostern 1939 Eintritt in die Adass Schule Berlin

Gut Winkel
Sommer 1939 Erwin Heymann zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Erwin mit den Eltern und Großmutter Clara in Berlin, Altonaer Straße 22
Alija

30.11.1939 abgemeldet aus Berlin nach Palästina mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS oder Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)
Die Schließung des Landwerks
21.5.1942 schriftliche Ankündigung der Schließung für den 24.5.1942
24.5.1942 offizielle Schließung, nur die Stammbelegschaft des Landwerks verbleibt und 15 Zwangsarbeiter in der optischen Fabrik von Hermann Röding in Rathenow

11.7.1942 Beide Eltern und Bruder Richard deportiert aus Steckelsdorf auf dem Transport Magdeburg – Dessau-Berlin nach Auschwitz; unter Leitung des Steckelsdorf-Madrich Kurt Silberpfennig, der sich mit Frau und dem siebenjährigen Sohn Siegfried freiwillig dem Transport anschließt. 52 Chawerim kamen aus dem Landwerk Steckelsdorf
11./13. Juli 1942, ab Magdeburg – Leipzig/Chemnitz nach Auschwitz
13.7.1942 Ankunft und Selektion der Chaluzim aus Steckelsdorf in Auschwitz
Nachkriegszeit
1955 Erwin Heymann zurück nach Berlin
1980 Besuch in Israel
27.4.2015 Tod in Berlin, Aspirationspneumonie
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11210553
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11210596
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316