Salomons Herta

Herta Salomons geb. Schönfeld Bochumer Straße 100

*28. 9.1897 in Nikolei, Pless, Schlesien, + 1. 2.1975 in New York

Vater Oskar Schönfeld *11.10.1868, + 22.1.1942 Israelitisches Krankenhaus Köln-Ehrenfeld

Adressen Bochumer Straße 138, Recklinghausen
1.7.1941 – 24.1.1942 Bochumer Straße 100, Ghettohaus

Heirat Walther Salomons *1891 +1928

Kinder

Ida Salomons *29.4.1921, 1939 nach England; oo Schreier

Irma Salomons *15.1.1923, 27.1.1942 nach Riga, überlebt, oo Gerber New York

Alfred Joseph Salomons *26.1.1926, 1939 nach England

Irma, Ida, Herta und Alfred Salomons Foto Scheideler

Beruf Kauffrau, Modewaren Salomons, Warenhaus Kleiner Preis

Weitere Lebensdaten

1928 Ehemann Walter Salomons stirbt

6.6.1930 Anmeldung von Hertas Vater Oskar, Schönfeld *11.10.1868 auf der Bochumer Str. 138

30.8.1935 Tod der Schwiegermutter Henriette Salomons geb. Markus *12.5.1861

1.11.1938 Verkauf des Geschäftes an Wilhelm Becker

8./9. November 1938 Geschäft wird von den SA-Trupps aus Herne „verschont“

21.3.1939 Ida und Alfred Salomons mit Kindertransport nach England

26.8.1939 Abmeldung Oskar Schönfeld nach Brasilien

8.9.1939 Erneute Anmeldung Oskar Schönfeld, Emigration offenbar fehlgeschlagen

6.1.1940 Abmeldung Irma Salomons zur Kindergärtnerinnen-Ausbildung in Berlin

29.7.1940 Erneute Abmeldung Irma Salomons nach Berlin

24.5.1941 Anordnung der Stapo Münster zur Räumung und Schaffung der Ghettohäuser

7.7. 1941 Abmeldung Herta Salomons mit Vater Schönfeld Oskar, ins Ghettohaus Bochumer Str. 100

Nov./Dez. 1941 Rückkehr Irma Salomons aus Berlin

12.12.41 Vater Oskar Schönfeld abgemeldet nach Köln-Ehrenfeld, Transport ins Isrealitische Krankenhaus, da sich die Recklinghäuser Krankenhäuser weigerten, ihn zu behandeln.

22.1.1942 Tod des Vaters im Israelitischen Krankenhaus Köln-Ehrenfeld

24.1.42 deportiert nach Gelsenkirchen

27.1.1942 Transport Gelsenkirchen über Dortmund nach Riga

2.11.1943 Auflösung des Ghetto Riga ins KZ Kaiserwald

Ab 6.8. bis 10.10.1944 Deportation per Schiff über die Ostsee nach Danzig, dann weiter über die Weichsel mit Lastschiffen ins KZ Stutthof, 35 km östlich von Danzig

8./9. August Ankunft in Stutthof

Verlegung ins Außenlager Bruss-Sophienwalde

Ab 25.1.1945 Teilräumung von KZ Stutthof die 22-jährige Irma Salomons , 11000 Insassen bei minus 20°C auf dem Todesmarsch nach Chinow bei Lauenburg-Leborc (Stutthof-Außenlager), nach 11 Tagen Marsch nur 7000 angekommen; u.a. Ruf Frieda (dort an Typhus verstorben); befreit von den sowjetischen Truppen in Chinnow bei Lauenburg, Polen. Irma Salomons und Martha Markus (de Vries) ins Krankenhaus nach Danzig

15.2.1945 Befreiung des Stutthof-Außenlager Baustelle Bruss=Sophienwalde (Bruzy Dziemianie in Polen), Herta Salomons und Minna Aron

10.3.1945 Befreiung durch die Rote Armee in Chinow

Mit der 22-jährigen Tochter Irma Salomons zusammen mit Martha Markus von Danzig per Anhalter nach Hamburg

1945 Nach Ankunft in Recklinghausen zunächst Berghäuser Str. 5: Herta und Irma Salomons und Meijer Friedel *19.5.1914 in Bonn

28.11.1945 Anmeldung Bochumer Straße Str. 138

von Berghäuser Str.5 kommend: Herta und Irma Salomons und Meijer Friedel

von Paulustr.6 in die Bochumer Str. 138 kommend Rolf Abrahamsohn

5.3.1946 Ida Schreier geb. Salomons mit 4-jährigem Sohn Walter A. Schreier

Ankunft Flughafen New York von Hurn/England mit American Overseas Airlines:

15.5.1946 Meijer Friedel aus Bochumer Str.138 abgemeldet nach Stuttgart

16.7.1949 Emigration zu den Kindern nach New York in die USA

5.7.1950 Besuch Alfred Heumann in Washington DC

1952 noch einmal in Rhs Besuch der Fam Wittstamm

14.10.1952 Rückkehr nach New York mit der „Liberte“ von Le Havre

1.2.1975 Tod in New York

Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=580

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013.
Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986, S.225-252. Stadtarchiv Sta Re III Jüdische Gewerbebetriebe um 1938; Sta Re III 6520 Jüdische Einwohner im 3. Reich; Sta Re III 4407 Jüdische Kinder;
Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6520

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Georg Möllers, Horst D. Mannel, Zwischen Integration und Verfolgung, 1988, Dokument 56
Von der Wiege bis zur Bahre. Menschen der Recklinghäuser Südstadt in den 1930er Jahren, bearbeitet v. Klaus Weberskirch und Matthias Kordes, Recklinghausen 2011

TRANSOCEAN AIRLINES YOUTH ARGOSY NO. 46; transit countries and final destinations: USA IRO

U.S. Social Security Applications and Claims, 1936-2007; Nr. 65222416707

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8225); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85.

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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