Abrahamsohn Arthur

Arthur Abrahamsohn

*29.10.1888 in Märkisch Friesland, Westpreußen; 11.8.1942 Mechelen – Auschwitz; Tod in Auschwitz

Arthur Abrahamsohn (Foto: Jüd. Museum Westfalen)

Vater Nathan Abrahamsohn *1861 in Märkisch Friedland

Mutter Rosalie Stenger

Schwestern des Vaters

Pauline Abrahamsohn *1852; oo Sally Aron *1858

Friederike Abrahamsohn *1865; oo Hermann Aron*1863 +1942; +1898

Mathilde Abrahamsohn * oo Nathan Aron

Heirat Else Abrahamsohn  geb. Gottschalk *9.10.1891 in Hemer, Iserlohn; + Febr. 1944 KL Kaiserwald

Beruf Kaufmann

Arthur Abrahamsohn (2.v.l.) und Angestellte vor seinem Textilgeschäft in Marl vor dem Ersten Weltkrieg (Foto: Abrahamsohn)
Arthur Abrahamsohn vor seinem Geschäft 2. v.l.; Foto Abrahamsohn

Kinder

Ludwig Abrahamsohn *1921in Iserlohn; + 1924 tödlich verunglückt

Hans Abrahamsohn *27.5.1922 in Iserlohn; Gurs; Rivesaltes; Drancy; 23.8.1942 nach Auschwitz; + in Auschwitz

Rolf Abrahamsohn *9.3.1925 in Marl

Norbert Abrahamsohn *1933 +1940 (Diphtherie)

Adressen Iserlohn; Marl, Loestraße 26; Recklinghausen, Bismarckstr.3; Brüssel, Rue du Lavoir 43

Weiterer Lebensweg

Arthur Abrahamsohn (1.v.r.) im Ersten Weltkrieg (14.03.1915) zusammen mit fünf "Marlschen Jungs" (Foto: Abrahamsohn)
1. v.r. mit Marler WK-Kameraden am 14.3.1915; Foto Abrahamsohn

1914 – 1918 Frontsoldat im 1. WK

9.11.1938 Textilgeschäft in Marl angezündet, im Pogrom zerstört

Schutzhaft im Polizeigefängnis Marl-Brassert, dann Polizeipräsidium Recklinghausen

13.6.1939 Arthur emigriert mit Sohn Hans und Manfred Mendlicki aus Herten über die Grüne Grenze bei Kall/Eifel nach Brüssel

10.7.1939 in Recklinghausen abgemeldet nach Brüssel

13.12.1940 registriert im Judenregister Brüssel

11.8.1942 Transport Nr. II/77 AB 3469 Mechelen/Malines nach Auschwitz

1942 Tod in Auschwitz

Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=9

https://eservice2.gkd-re.de/selfdbinter320/DokumentServlet?dokumentenname=545-10fieldDokument1.pdf

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013.

https://www.marlarchiv.de/shoah-auschwitz/
Klaus Mohr, Sowas passiert in Deutschland nicht. Jüdische Menschen in Marl, Essen 2012

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986, S.225-252. Stadtarchiv Sta Re III Jüdische Gewerbebetriebe um 1938; Sta Re III 6520 Jüdische Einwohner im 3. Reich; Sta Re III 4407 Jüdische Kinder;
Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6520

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/1495985/

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/4961873/?p=1&doc_id=4961873

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/5405762/?p=1&doc_id=5405770

Rolf Abrahamsohn: „Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist“, Lebenssituationen 1925-2010, Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und dem Jüdischen Museum Westfalen, Essen 2010.
Georg Möllers/Horst D. Mannel, Pogrom in Recklinghausen. Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10. November 1938, 5. erweiterte und verbesserte Auflage, Recklinghausen 2001.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Abrahamsohn

Ulrich Brack (Hrsg.): Herrschaft und Verfolgung, Marl im Nationalsozialismus, Essen 1986 (Neuauflage 2011)

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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