Abrahamsohn Else

Else Abrahamsohn  geb. Gottschalk

*9.10.1891 in Hemer, Iserlohn; + Febr. 1944 KL Kaiserwald

Vater Bernhard Gottschalk in Hemer

Mutter Julia Mayer

Schwester Jeanette Gottschalk *7.1.1885 in Hemer; oo Hermann Kleeberg +1935; 27.1.1942 nach Riga

Tante der Johanna Hannelore Kleeberg *27.3.1914 in Bohsen/Weser; Recklinghausen; Naharija, Israel

Heirat Arthur Abrahamsohn *29.10.1888; 1.8.1942 Mechelen – Auschwitz; Tod in Auschwitz

Kinder

Ludwig Abrahamsohn *1921, +1924 tödlich verunglückt

Hans Abrahamsohn *27.5.1922 in Iserlohn, +1942 in Auschwitz

Rolf Abrahamsohn *9.3.1925 in Marl

Norbert Abrahamsohn *1933 +1940 (Diphtherie)

Adressen Iserlohn;  Loestraße 26, Marl; Recklinghausen, Paulusstraße 6, Hubertusstraße 2, Bismarckstraße 3 (Ghettohaus)

Weiterer Lebensweg

9.11.1938 Textilgeschäft in Marl amgezündet, im Pogrom zerstört

Schutzhaft im Polizeigefängnis Marl-Brassert

Dez 1938 Zuzug aus Marl nach Recklinghausen nach Pogrom

1938 Ehemann Arthur emigriert mit Sohn Hans nach Brüssel

2.3.1940 zu Familie Friedenberg, Hubertusstraße 2, Recklinghausen

3.7.1941 Zwangsumzug ins Ghettohaus Bismarckstr 3

24.1.1942 deportiert aus Recklinghausen nach Gelsenkirchen
27.1.1942 Transport Gelsenkirchen/Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

15.11.1943 Auflösung des Ghetto Riga, KL Kaiserwald

Febr.1944 Abtransport von Else Abrahamsohn in Kaiserwald zur Ermordung
Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=9

https://eservice2.gkd-re.de/selfdbinter320/DokumentServlet?dokumentenname=545-10fieldDokument1.pdf

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013.
Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986, S.225-252. Stadtarchiv Sta Re III Jüdische Gewerbebetriebe um 1938; Sta Re III 6520 Jüdische Einwohner im 3. Reich; Sta Re III 4407 Jüdische Kinder;
Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6520

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/4961873/?p=1&doc_id=4961873

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/5405762/?p=1&doc_id=5405770

Rolf Abrahamsohn: „Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist“, Lebenssituationen 1925-2010, Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und dem Jüdischen Museum Westfalen, Essen 2010.
Georg Möllers/Horst D. Mannel, Pogrom in Recklinghausen. Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10. November 1938, 5. erweiterte und verbesserte Auflage, Recklinghausen 2001.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Abrahamsohn

Ulrich Brack (Hrsg.): Herrschaft und Verfolgung. Marl im Nationalsozialismus, Essen 1986 (Neuauflage 2011)

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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