Cohn Erna

Erna Cohn

*11.7.1907 in Fedderwarden, Oldenburg

Vater Hermann Cohn *25.6.1873 in Kniphausen, Sengwarden/Jever; 27.1.1942 nach Riga; +1942 in Riga

Mutter Hedwig Cohn geb. Cohen *11.11.1885 in Haltern; +25.2.1925 Lungen-Tuberkulose

Hermann, Wilma, Erna, Emilie und Hedwig Cohn ca 1918 Archiv Dieter Stüber

Geschwister

Emilie Cohn / Fuchsova *8.6.1915 in Fedderwarden oo Viteslav Fuchs: lebte in Prag

Wilma Cohn *31.3.1917 in Fedderwarden; oo Laco Kivovic (Slowake)Häusermakler in Kanada

Adressen Haltern, Münsterstr.26

Heirat vor 9/1939 in England William Rowe *14.8.1906 Labour-Abgeordneter in England

Weiterer Lebensweg

1913 – 1917 Volkschule in Haltern

1917 – 9.8.1923 gehobene Mädchenschule Haltern

1923 – 1924 Lyceum in Recklinghausen

1925 muss nach dem Tod der Mutter mit der Großmutter Berta Cohen den Haushalt führen

1928 – 1933 Sekretärin der SPD-Reichstagsabgeordneten Toni Sänger in Berlin

1933/34  Emigration, mit den Schwestern nach England

9.11.1938 Vater im Pogrom verhaftet; für einige Tag im Gefängnis an der Goldstraße

1938 Einladung an ihren Vater, nach Chelmsford zu kommen

1938 Ausreiseantrag des Vaters

Mai 1939 bei der Minderheiten-Volkszählung Vater Herrmann alleinstehend, Witwer

1939 Elternhaus Münsterstr. 26 wird zum Ghettohaus

September 1939 interniert auf der Isle of Man

Vor 29.9.1939 Heirat in England William Rowe

29.9.1939 in Paxhoven Chelmsford Essex Volkszählung in England

1941 Vater Hermann Cohn mit Prangerschild Hamsterer verhöhnt; zu diesem Zeitpunkt waren alle drei Schwester aus dem Haus, haben überlebt

26.2.2005 Stolpersteinverlegung in Haltern, Münsterstr.26

Quellen

Dieter Stüber, Erinnern und Gedenken gegen Vergessen und Verdrängen, Haltern 2. Auflage, 2017

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Willi Hagemann, Höhere Mädchenbildung und jüdische Schülerinnen in Recklinghausen von 1866 bis 1938/39, in: Vestische Zeitschrift 90/91 (1991/92), hg. v. Werner Burghardt, S. 231-244, S. 234

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 28.2. 2020; https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/2060586/

1939 Register von England und Wales; Volkszählung in England, Chelmsford Rural District  TNA RG101/1559F/025/20

https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/input_felder/anzeigen.php?verzeichnis=med&dateiname=bh-064-11.jpg&bild_id=111

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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