Münster Berta

Bertha Bruche Münster geb. Lappe

*7.10.1886 in Mikuliczyn/Nadworna/Galizien; +Aug 1944

Polnische Staatsangehörigkeit

Heirat Hersch Heinrich Münster*20.4.1886 in Zabie, Kossow; +12.3.1942 in Bernburg, Tötungsanstalt

Kinder

Max Mordko Münster *15.10.1912 in Mikuliczyn / Nadworna / Galizien; 1934 nach Palästina

Josef Münster *8.3.1922 in Recklinghausen; 1939 nach Palästina

Beruf Kauffrau, Möbelgeschäft erst Steinstr. 13, 1933 Kaiserwall Rathausplatz 1

Adressen Recklinghausen, Steinstraße 13

Foto Archiv Möllers

Weiterer Lebensweg

1938 Geschäftsaufgabe

1.12.1938 Verkauf des Hauses Steinstraße, Wohnrecht bis 1.7.1939

28.5.1939 Ehepaar ohne Kinder auf der Steinstr. 13 bei Minderheiten-Volkszählung 1939

9.9.1939 Ehemann verhaftet, 2. Polenaktion

1.7.1941 Zwangsumzug der Ehefrau ins Ghettohaus Kellerstr. 1
12.7.1941 – 12.3.1942 Ehemann im KL Buchenwald, Konzentrationslager

22.11.1941 schreibt sie einen Brief an den Lagerkommandanten von Buchenwald

„Ich hoffe, daß ich keine Fehlbitte tue und danke Ihnen im Voraus.“ — Ablehnen!


24. 1.1942 deportiert aus Recklinghausen nach Gelsenkirchen
27. 1.1942 Deportation von Dortmund nach Riga

15.11.1943 Auflösung Ghetto Riga, KL Kaiserwald

August 1944 Auflösung KL Kaiserwald, Transport per Schiff nach Danzig

Das Transportschiff wurde vermutlich bei einem Fliegerangriff versenkt.

Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=442

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Jewish Victims of Nazi Persecution, 1933-1945

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013.

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 20.2.2020; https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/1639801/

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/6678280/?p=1&doc_id=6678283

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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