Urias Joseph

Josef Urias

*13.11.1879 in Hattingen; 1943 in Flüchtlingslager in der Schweiz

Geburtshaus Steinhagen 20 Hattingen

Vater Jakob Urias *5.6.1848 Hattingen; 1858 -1862 Arnoldinum, Burgsteinfurt; +26.8.1923 Hattingen

Mutter Adelheid Neubeck *20.5.1855; +17.7.1907 in Hattingen

Geschwister

Rosalie Ully Urias *1878 in Hattingen; Bauhaus-Studium oo Isidor Stein (1873-1959); +12.8.1952 in Tel Aviv

Emmy Roth geb. Urias *12.5.1885 in Hattingen; berühmte Silberschmiedin +11.7.1942 in Tel Aviv durch Suizid

Beruf Kaufmann, Besitzer des Kaufhaus Urias Hattingen

Adressen Hattingen, Steinhagen 20; Hattingen; Bochum; Berlin;

Heirat Margarethe Cohen* 11.5.1886 in Castrop; + 1943 in Flüchtlingslager in der Schweiz

Kinder

Anni Urias *3.4.1910 in Hattingen; oo 1938 Georges Chervet (1902+1962); +30.4.1983

Gerda Urias *26.1.1914 in Hattingen; oo Maurice Lecomte (1913-1989); + 1.10.2011 nahe Paris

Weiterer Lebensweg

30.9.1919 als Stadtverordneter für die DDP, befreundet mit Walther Rathenau (DDP, Außenminister,1922 erschossen von Rechtsradikalen)

Anonymes Flugblatt 1919

1919 politische Hetzkampagne gegen Josef Urias verzögert die Bestätigung im Amt

1923 erneute Verleumdungen gegen ihn als Stadtverordneter, Mitglied der Finanzkommision

Unterschrift Urias als Mitglied der Finanzkommission, Notgeld der Stadt Hattingen 1923

22. +23.10. 1923 Tumulte Plünderung des Kaufhauses in der Wirtsschaftskrise mit Inflation

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Joseph Cohen

1924 legt alle öffentlichen Ämter nieder, u.a. als Stadtverordneter, Gemeindevorsteher

Januar 1924 Austritt aus der Synagogengemeinde Hattingen

1925 Umzug nach Bochum ins Haus der Ehefrau Grete am Stadtpark in Bochum

1926 Kaufhaus Urias 100 Jahre

1929 Rückkehr nach Hattingen

1932 Geschäftsaufgabe; Schließung des Kaufhauses

Umzug nach Köln

Mai 1939 Berlin Schöneberg bei Minderheitenzählung

Flucht in die Schweiz

1943 Tod im Flüchtlingslager in der Schweiz

Quellen

Thomas Weiß, Diese Tränen werde ich nie vergessen, Hattingen 2006

Dietmar Scholz, Zum Leben und Schicksal der Juden in Castrop 1699-1942; 2010

Judith Nockemann, Spuren von Emmy Roth – eine vergessene Tochter Hattingens, 2016

Amtsblatt der Stadt Hattingen Nr. 6 vom 30.5.2017

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1658508

Thomas Weiß, Stadtarchiv Hattingen, Hier wohnte Emmi Roth, Hattingen 2006

Versailles. Magazine d’information de la Ville de Versailles. Dec. 2011/ Jan. 2012

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://freundeskreisbochumersynagoge.de/wp-content/uploads/2019/05/emmy-roth-Realschule-Gr%c3%bcnstrasse-Hattingen.pdf

https://www.hattingen.de/stadt_hattingen/Bildung%20und%20Kultur/Stadtarchiv/Wir%20%C3%BCber%20uns/Ver%C3%B6ffentlichungen/16_juden.pdf

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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