Feldheim Albert

Albert Feldheim

* 9.2.1892 in Lünen; +2.3.1942 in Bernburg

Vater Uri Feldheim *1856 in Westhofen

Mutter Minna Levi *1860 in Brechten

Geschwister

Ernst Feldheim * 27.1.1887 in Lünen; oo Selma Rosenbaum (1884-1940); +18.1.1943 in Auschwitz

Alfred Feldheim *24.7.1898 in Lünen; oo Lina Katzenstein (1899-1942); 5.3.1942 in Auschwitz

Beruf Metzger

Adressen Castrop, Biesenkamp 32, Bladenhorster Straße 34

Heirat

  1. Ehe Elise Wolff *9.5.1886 in Gemünd geb. Wolff verw. Alba; +4.3.1934. natürlicher Tod

2. Ehe Lilly Karolina Levy *9.6.1898 in Hattingen; Riga; +1944 in Stutthof

Neffe

Walter Feldheim *18.2.1912 in Dortmund; Castrop; 1933 nach Bremen; 15.3.1939  nach Schweden

Weiterer Lebensweg

1914-1918 Infanterieregiment 98, 2.Kompanie

9.4.1918 verwundet

18.11.1918 verwundet, vermißt

19.1.1919 bisher vermißt, verwundet

Herbst 1938 „Betrieb ruht“ (Metzgerei)

11.11.-16.12.1938 „Schutzhaft“ im Pogrom im KL Sachsenhausen

9.11.39 verhaftet von der Gestapo Castrop wegen „Vergehen gegen die Rationierungsmaßnahmen“

bis zum 5.9.1940 Sachsenhausen

6.9.1940 -12.7.1941 Dachau

12.7.1941-2.3.1942 Buchenwald

Recycelte Karteikarte Buchenwald

15.8.1941 Arbeitskommando 55, Transportkolonne Juden

November/Dezember 1941 Selektion durch die „Euthanasie“-Gutachterkommission unter Dr. med. Fritz Mennecke,
Aktion 14f13 „Häftlingseuthanasie“

Anfang 1942 alle Juden werden zur erneuten Selektion in den
Häftlingskrankenbau befohlen. Lagerarzt Dr. Hoven stand breitbeinig auf dem Tisch, während die jüdischen Männer vorbeimarschierten.

Der kommunistische Kapo Heinrich Weingärtner muss die
Häftlingsnamen der für Zwangsarbeit Ungeeigneten notieren.

Am 2. März 1942 fuhren morgens beim Zählappell Lastkraftwagen vor dem Lagertor
auf. 90 Jüdische Häftlinge mußten auf Transport. An drei Tagen wiederholte sich das.

Transportliste I vom 2.3.1942

2.3.1942 „Transport I“ der ersten 90 Häftlinge mit grauen Bussen nach Bernburg a.d. Saale, Tötungsanstalt geordnet nach dem Alphabet von
Abraham, Max (Nr. 1) bis Fuchs, Ernst (Nr. 90)

2.3.1945 Tod nach Ankunft in Bernburg durch CO-Gas

„Aktion 14f13“

Gedenken

Mahnmal  in Castrop von 1948

11.12.2014 Stolpersteine in Castrop, Biesenkamp 32 für Albert, Lilly und Elise Feldheim

Quellen

Dietmar Scholz, Zum Leben und Schicksal der Juden in Castrop 1699-1942; 2010

Dietmar Scholz, Wir leben in diesem schönen, reichen Lande… ; 1998

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Thomas Jasper, Stadtarchiv Castrop-Rauxel, Erfassungsbogen der Juden in Castrop-Rauxel ab 1933, 2005

Preußische Verlustlisten 1117, 1295,1340 vom 19.4.und 18.11.1918 und 15.1.1919

Deutschland, jüdische Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, 1933-1945

http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=623

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de864527

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de864529

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/10040507/?p=1&doc_id=10040508

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/5846600/?p=1&s=Feldheim%20Albert&doc_id=5846606

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/128451625/?p=1&s=Feldheim%20Albert&doc_id=128451625

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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