Minkel Emil

Emanuel Emil Minkel

* 6.11.1911 in Recklinghausen; +23.5.1943 Tod in Auschwitz

Vater Josef Minkel *20.4.1864 in Mayen; Pferdehändler; +27.2.1939 in Dorsten

Mutter Jeanette Lebenstein *7.3.1884 in Haltern; +7.5.1930 im Elisabeth-Krankenhaus Dorsten

Geschwister

Männliche Totgeburt Minkel 4.8.1913 in Hüls, Recklinghausen

Hertha Minkel *30.11.1916 in Dorsten; Tochter Josefa (1935-1935) uneheliches Kind mit einem Reichswehrunteroffizier; Holland; England; oo Reginald Cowell; +12.12.1961 in Manchester

Beruf Bäcker, Konditor; „Bauarbeiter“

Helles Haus mit Giebel im Zentrum, Jüdisches Gemeindehaus, Wiesenstraße 24; Nr.16 ist das Haus hinter der Frau mit der Schürze

Adressen Recklinghausen, Hüls, Hülstr.4; Dorsten, Cordulastraße 6, Wiesenstraße 16, zuletzt Nr. 24 (Jüd. Gemeindehaus); Essen, Hindenburgstraße 22 (Judenhaus)

Weiterer Lebensweg

Bäckerlehre, wohl beim Nachbarn Potthof in der Wiesenstraße

9./10.1938 Vater Josef wird von den SA-Horden beim Stürmen des jüd. Gemeindehauses mit Betraum blutig geschlagen, als er sich diesen entgegenstellt

1938/39 Antrag auf Ausreise nach Shanghai beim Far Eastern Jewish Information Bureau; es kommt aber nicht zu der Emigration

Mai 1939 in Dorsten mit Schwester Hertha bei Deutsche Minderheiten-Volkszählung

Mai 1939 in Steinfurt, Borghorst  bei Deutsche Minderheiten-Volkszählung

1939 Arbeitslager Borghorst Dumte ; Regulierungsarbeiten an der Steinfurter Aa

27.2.1943 deportiert aus Essen, Judenhaus Hindenburgstraße 22 nach Düsseldorf („Fabrikaktion“)

Transportliste Essen -> Auschwitz

1.3.43 Trier – Düsseldorf – Essen – Dortmund- Auschwitz

3.3.1943 Ankunft Auschwitz, Emil erhält die Häftlingsnummer 104996 (somit nicht ins Gas geschickt)

23.5.1943 Tod in Auschwitz

Quellen

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

http://cahjp.nli.org.il/webfm_send/597

https://collections.ushmm.org/findingaids/RG-68.114M_01_nam_de.pdf

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT430301-2.jpg

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de931403

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Sterberegister NRW, Recklinghausen aus 1913 und Dorsten 1930

www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de/2012/05/28/judische-burger-dorstener-wie-andere-auch-doch-ihr-schicksal-bestimmten-die-anderen/

England & Wales, Todesverzeichnis, 1837-2005

Willi Feld, Die Juden in der Stadtgeschichte der ehemaligen Stadt Burgsteinfurt, Teil 3, 2008

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Minkel&s_firstName=Emil&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/juedische-studierende/glossar/fabrikaktion

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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