Ambrunn Jonas Julius

Jonas Julius Ambrunn

* 22.11.1872 in Bad Neuhaus/Bad Neustadt; Tod nach Jan. 1942 in Riga

Bad Neuhaus ist ein Ortsteil der Stadt Neustadt a. d. Saale/Bayern;

Vater Meyer Ambrunn *13.8.1854 in Rödelmeier, Neustadt a. d. Saale; +27.2.1942 in München

Mutter Jette Adler * 9.11.1851

Geschwister

Richard Ambrunn *13.8.1874 in Neuhaus; 27.3.1944 Drancy-> Auschwitz

Martin Ambrunn *02.10.1876 in Neuhaus

Julius Ambrunn *28.8.1877 in Neuhaus; Theresienstadt, +28.10.1944 Auschwitz

Beruf Kaufmann, Porzellanwaren

Adressen Neuhaus; Dorsten, Lippestraße 59, zuletzt mit Familie Metzger Wiesenstraße 24

Heirat Rosalinde Stegerhoff *20.11.1871 in Neheim, Soest; Tod nach Jan. 1942 in Riga

Sohn

Kurt Armbrunn *3.2.1914 in Dorsten; Riga; Tod in Auschwitz

Weiterer Lebensweg

8. März 1912 Umzug nach Dorsten

Eröffnung eines Porzellanwarengeschäfts

1919 Mitglied des Wahlausschuss der SG Dorsten

Bis 1932 3.Vorsteher der Synagogenhauptgemeinde Dorsten

1935 bewirbt sich die Familie um ein Einwanderungsvisum für die USA

17.5.1939 in Dorsten mit Ehefrau Rosa bei Minderheiten-Volkszählung

1939 Umzug in die Wiesenstraße 24, Haus der jüd. Gemeinde, teilzerstört im November-Pogrom

Bis Jan. 1942 letzter Versteher der SG Dorsten

23.1.1942 Transport mit Lastwagen nach Gelsenkirchen, Wildenbruchhalle

24.1.1942 Einwohnermeldeamt Dorsten Abmeldung: „Alle drei am 24. 1. 1942 nach unbekannt abgemeldet.“

26.1.1942 Gelsenkirchen->Dortmund

27.1.1942 Dortmund->Riga, mit Ehefrau Rosa und Sohn Kurt

3.2.1942 Ankunft in Skirotawa

Tod in Riga

Gedenken

Straßenbenennung 1988; im Hintergrund das jüdische Museum vor dem Umbau

1988 Benennung der Julius-Ambrunn-Straße in Dorsten

2006 Stolpersteine für Kurt, Julius und Rosa Ambrunn in Dorsten, Lippestraße 41

Quellen

Ambrunn, Julius

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420127_Muenster2.jpg

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de830532

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

http://www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de/

Jüdische Bürger – Dorstener wie andere auch. Doch ihr Schicksal bestimmten die anderen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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