Mendlicki Michael

Michael Mendlicki

* 10.8.1878 in Jakschitz; +Mai 1942 in Riga Hochwald bei Massenerschießung

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister

unbekannt

Beruf Kaufmann, Tabakwaren, Süßwaren

Adressen Herten, Ewaldstr.25, Markstraße 38; Marler Straße 167

Heirat Helene Weinberg *30.7.1882 in Herne; +3.11.1943  in Riga bei Massenerschießung

Kinder

Emma Mendlicki *27.2.1909 in Osterfeld; oo 1944 in Hempstead  Frank Diamant; 1945 Tochter Barbara Diamant

Ruth Mendlicki *23.7.1912 in Osterfeld; +1939 in Chicago

Manfred Mendlicki *23.7.1912 in Osterfeld, Oberhausen; 1939 Brüssel; Überlebender; 1946 Brüssel

Weiterer Lebensweg

1913 nach Herten, Ewaldstr.25

4.9.1915 Helene meldet ein Geschäft für Tabak- und Süßwaren in der Ewaldstraße an

1914-1918 Frontsoldat im 1. Weltkrieg

17.9.1917 leicht verwundet gemeldet, Preußische Verlustlisten Seite 20880

1926 Erwerb des Hauses Markstraße 38

Foto Stadtarchiv Herten

1929 Umzug in eigenes Haus, Herten Markstraße 38

9./10.11.1938 Wohnung massiv demoliert von SA; Helen mit Spottschild durch Herten getrieben

16.2.1939 Tochter Emma abgemeldet nach London

5.3.1939 Tochter Ruth abgemeldet nach Chicago

13.4.1939 Tochter Ruth mit der SS Washington von Hamburg nach New York; + 1939 in Chicago

17.5.1939 in Herten bei Deutsche Minderheiten-Volkszählung

1.8.1939 Manfred Mendlicki emigriert zusammen mit Arthur, dem Vater von Rolf Abrahamson über die „Grüne Grenze“ in Kall/Eifel nach Brüssel

14.5.-16.12.1941 Michael im Gerichtsgefängnis Recklinghausen, U-Haft wegen „Gewerbevergehen“

13.6.-28.7.1941 Helene in Untersuchungshaft „Wirtschaftsverbrechen“; im Anschluß Helene im Krankenhaus stationär

Juli 1941 Zwangsumzug in Abwesenheit in die Judenbaracke Scherlebeck, Marler Straße 167

24.1.1942 Deportation nach Gelsenkirchen

27.1.1942 Deportation von Gelsenkirchen, Dortmund nach Riga, Ghetto
Mai 1942 Tod in Riga Hochwald bei Massenerschießung

9.1.1946 Manfred Mendlicki schreibt aus Brüssel einen Protestbrief aus Brüssel an den Kreishilfsausschuss für politisch Verfolgte

4.9.1950 Beschluss des Wiedergutmachungsamts am Landgericht Bochum, dass den

Erben Manfred und Emma Mendlicki das beschlagnahmte Eigentum zusteht

Gedenken

Gedenkplatte für die Familie Mendlicki in Herten Markstraße 38

Quellen

Hans-Heinrich Holland, Materialien zur Geschichte der jüdischen Einwohner Hertens, Herten 1998

http://www.vvn-bda-re.de/pdf/Juden.pdf

http://www.vvn-bda-re.de/pdf/Pogromnacht.pdf

Preußische Verlustlisten vom 27.9.1917, Seite 20880

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

England & Wales, Heiratsverzeichnis, 1837-2005

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de929852

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6313); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://collections.arolsen-archives.org/archive/12161995/?p=1&s=Mendlicki&doc_id=12161995

http://www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de/

Jüdische Bürger – Dorstener wie andere auch. Doch ihr Schicksal bestimmten die anderen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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