Leffmann-Katzenstein Käthe

Käthe Leffmann geb. Salinger geschiedene Katzenstein

*15.1.1897 in Berlin, +15.12.1979 Amsterdam

Vater Siegmund Samuel Salinger *1.7.1859 in Marienwerder; +15.10.1942 Suizid in Arnheim

Mutter Antonie Menke *10.7.1870 in Münster; +15.10.1942 Suizid in Arnheim

Adressen Köln; Arnheim, Marislaan 45

Heirat

  1. Ehe Karl Sigmund Katzenstein *19.2.1895 in Berlin; Emigration Palästina; +29.2.1980 in Haifa

Kinder aus erster Ehe

Heinz Katzenstein *11.6.1920 in Berlin; oo Antoinette Hartogs; +27.2.2006 in Apeldoorn

Eva Elsa Katzenstein *1.12.1923 in Berlin; oo Rudolf Neumann (1912-1991); +23.7.2009 in Hengelo

2. Ehe 1933 in BerlinErnst Leffmann * 23.4.1899 in Köln; +22.3.1972 in Arnheim

Weiterer Lebensweg

8. 3.1933 Ehemann Ernst von SA auf Gewerkschaftsveranstaltung zusammengeschlagen, bleibender Hörschaden, in „Schutzhaft“ misshandelt

August 1933 Emigration nach Arnheim; die Kinder bleiben bis 1934 bei Verwandten in Kassel

1939 Schwager Fritz emigriert mit der Mutter Johanna nach London

April 1939 die Eltern emigrieren auch nach Arnheim

Bis 31.10.1940 Ehemann Ernst Besitzer und Direktor der NV Chemie Fox

Mai 1942 Gesperrt vom Joodsche Raad, Ernst ist Obman der ausländischen Juden

3.5.1942 Kennenlernen von Johan und Mary Van der Meulen

15.10.1942 Suizid der Eltern Siegmund und Antonie Salinger in Arnheim vor Deportation

10.12.1942 Ernst, Käthe und Eva versteckt im Haus der Familie Van der Meulen

Wegen anstehender Hausdurchsuchung Wechsel des Verstecks

2.10.1943 verhaftet bei Hausdurchsuchung im neuen Versteck

7.10.1943 nach Westerbork

15.2.1944 nach Bergen-Belsen, Sternlager

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz,

Befreiung durch die Rote Armee, General Tschukow

10.9.1945 zurück in Arnheim

Ernst baut erneut eine Chemiefabrik auf

27.5.1948 Niederländische Staatsbürgerschaft

15.12.1979 Tod in Amsterdam

Gedenken

14.7.1971 Johan und Mary van der Meulen von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt

19.3.2019 Stolperstein für Ernst am Gymnasium Kreuzgasse, dabei Enkel Ernst Numann und Petra Katzenstein

Fünf Stolpersteine in Köln für Verwandte u.a. Onkel Artur Leffmann und Cousine Edith Leffmann (1894-1984), jüdische Kinderärztin und aktive Widerstandskämpferin

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1180645

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11621419&ind=1

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Leffmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Edith_Leffmann

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130330118/?p=1&s=Leffmann%201899&doc_id=130330118

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130330120/?p=1&s=Leffmann%201897&doc_id=130330120

https://righteous.yadvashem.org/?searchType=righteous_only&language=en&itemId=4039288&ind=0

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=2523&sfrom=1196&stid=2514&buchstabe=L

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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