Levie Erwin

Erwin Levie

*3.8.1907 in Gelsenkirchen; +27.5.1948 in Chicago

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos;

Vater Machiel Max Levie *2.2.1869 in Ruinen; +20.10.1942 in Amsterdam

Mutter Jettchen Cohn *27.8.1874 in Warstein; oo18.8.1906; +4.1.1943 in Westerbork

Geschwister

Kurt Levie *17.4.1909 in Gelsenkirchen; Else Göricke (1912); Riga; Stutthof; 8/1945 zurück in Amsterdam; oo 25.4.1946 ; Else Göricke (1912 +6.11.1969 in Amsterdam

Werner Levie *29.5.1914 in Gelsenkirchen; oo Ella Frank; 23.7.1943 in Sobibor

Halbgeschwister aus 1. Ehe des Vaters am11.8.1896 in Calle

Mit Jettchen Ransenberg *20.6.1865 in Wennemen; +2.12.1905 in Gelsenkirchen

Martha Elisabeth Levie 25.7.1897 in Gelsenkirchen; oo Adolf Dengel (1894-1951); (Tochter Ursula Dengel *5.12.1923); +4.9.1981 in Düsseldorf

Hanna Levie * 25.7.1898 in Gelsenkirchen; +21.1.1940 in Amsterdam

Walter Levie *1.10.1899 in Gelsenkirchen; +14.1.1944 in Auschwitz

Erna Levie *4.7.1901 in Gelsenkirchen; oo Siegfried Lewin; 1943 in Riga

Großvater Frits Levie *10.1.1843 in Ruinen; +20.10.1912 in Gelsenkirchen

Großmutter Elizabeth Zwarts *25.2.1839 in Raalte; +28.5.1920 in Gelsenkirchen

Beruf Handelsgehilfe,Maschinist,

Adressen Gelsenkirchen; Chicago

Heirat 26.6.1941 in Gelsenkirchen Erna Stiefel *15.3.1908 in Limburg/Lahn; +3.1.2010 Chicago

Sohn

Jack Bernd Levie * 30.1.1947 in Eskiltuna Schweden; oo 8.10.1972 Barbara Dinitz *18.2.1948

Enkel Jordan Edward Levie *22.3.1984 in Chicago;

Weiterer Lebensweg

Turnerriege des Hakoah-Schild Gelsenkirchen Fotoarchiv Gelsenzentrum e.V.

6.12.1936 Werbeveranstaltung des Hakoah im RjF, später Schild Gelsenkirchen. Erwin Levie geehrt für seine Verdienste für den Verein. 3. Platz beim Turnen in der Gruppe der Senioren; aktiv in der Schachabteilung

24.1.1942 Verhaftung und Verbringung mit Lastwagen in die Wildenbruchhalle Gelsenkirchen

27.1.1942 Gelsenkirchen-> Dortmund

27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa, Riga mit Frau und Bruder Kurt

1.2.1942 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben

Juli – September 1944 Transporte aus Riga per Schiff nach Stutthof

Auflösung des Ghetto Riga

30.9.1944 Zwangsarbeiter des ABA 701 mit dem Frachtschiff „Sanga“ nach Liebau, Lettland

1.10.1944 Ankunft Liebau, SS-Sonderlager in Lettland, Arbeit im Hafen

22.12. 1944 schwerer russischer Bombenangriff auf die besetzte Stadt, 14 Lagerinhaftierte kommen um

19. 2. 1945 200 Häftlinge von Liebau mit einem Kohlefrachter erst Richtung Lübeck, dann wegen Bombenangriffen umgeleitet nach Hamburg

27.2.1945 Ankunft in Hamburg, von der Gestapo nach Fuhlsbüttel ins Polizeigefängnis gebracht

27.2.1945 – 11.4.1945 Polizeigefängnis Fuhlsbüttel „Kola-Fu“

12.-15.4.1945 86 km Fußmarsch nach Kiel, ins „Arbeitserziehungslager“ (AEL) „Nordmark“ in Hassee, Außenlager des KL Neuengamme in Kiel.

Rettungsaktion „Graf Bernadotte“ (Schwedisches Rotes Kreuz)

Nach Verhandlungen des schwedischen Graf Bernadotte und Norbert Masur vom World Jewish Congress, Stockholm mit Heinrich Himmler nahe Berlin werden 168 jüdische Häftlinge und ihre Kinder nach Schweden freigelassen.

1.5.1945 mit weißen Bussen des Int. Roten Kreuz nach Pattburg, Dänemark, weiter mit dem Zug nach Kopenhagen, mit der Fähre nach Malmö; erste Quarantäne ca. 10 Tage

4.5.1945 Befreiung des AEL Nordmark Hassee durch britische „Royal Army“

13.5.1945 in Smålandsstenar, Schweden in Quarantäne

8.6.1945  IRC-Recreation-Camp, Holsbybrunn Lidingo Schweden

Dez. 1945 nach Ryds Brunn Camp

25.4.-5.5.1947 mit SS „Gripsholm“ von Göteborg nach New York mit Frau und Säugling (3 Mon.!)

Zieladresse Kurt Wolf ist wohl verwandt mit dem Mann der Schwägerin IlseWolf : Gottfried Wolf

27.5.1948 Tod in Chicago

Quellen

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420127_Muenster12.jpg

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Levie%201869%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Levie%201909%22%7D

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de913306

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130332037/?p=1&s=Levie%201874&doc_id=130332037

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7344); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Lorenz Peiffer, Arthur Heinrich, Juden im Sport in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus

Fritz Ostkämper, Carla Pins: „Man darf nicht denken & doch kann ich es nicht vergessen“ 2019

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick (Hrsg.), Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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