Behrendt Hans

Hans Behrendt

*30.12.1885 in Berlin; Tod in Auschwitz

„Herr Berendt war ein sehr korrekter Herr, der sich immer für jüdische Dinge einsetzte.“ (Karl Schneider)

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Isidor Behrendt + vor 1921 in Berlin

Mutter Clara Neumann *1858 in Starogard; +3.1.1922

Geschwister

Max Behrendt 19.2.1879 in Braunsberg; oo 1911 Margarete Collin; +26.1.1925 in Berlin

Arthur Goldfarb-Behrendt *11.2.1880 in Braunsberg; adoptiert von der Schwester seiner Mutter Goldfarb; Architekt, Regierungsbaumeister; oo Leni Nast; 1941 New York; +13.12.1946 Los Angeles

Leo Behrendt *29.4.1883 in Berlin ; Dr. med. dent.; oo Steffi von Magius; 1939 Scheidung, Emigration auf der SS Gneisenau nach Shanghai

Hertha Behrendt *3.5.1888 in Berlin; oo Max Goldschmidt, Ingenieur (*1873, +22.6.1942); +1970

Beruf Ingenieur

Adressen Berlin; Köln, Venloer Straße 23

Heirat

1.Ehe 18.11.1915 in Frankfurt unbekannt Behrendt

2.Ehe 1935 in Köln Elsbeth Gottschalk *23.7.1898 in Mayen; Zahnärztin der Gruppe Köln

(Eltern Robert Gottschalk, Emma Haas)

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

9./10.11.1938 „Schutzhaft“ im Novemberpogrom

15.11.-2.12.1938 KL Dachau

7.2.1939 Zwangsvorname Israel

7.12.1941 Transport von Bahnhof Köln Deutz-Tief  nach Skirotawa, Riga

10.12.1942 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Gruppenältester der Gruppe Köln Nachrücker für Max Leiser (Transportführer, Ghettoältester)

Mitte 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

Selektion 2.11.1943 im Ghetto Riga,

Tod in Auschwitz

Gedenken

1956 Page of Testimony durch Nichte Margarete Treumann geb. Goldschmidt, Palästina

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1043364

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411207_3.jpg

Karl Schneider „Erinnerungen an das jüdisch-religiöse Leben im Ghetto von Riga…“ handgeschriebenes Manuskript, im Nachlass gefunden, veröffentlicht von

Arntz, Hans-Dieter: Religiöses Leben der Kölner Juden im Ghetto von Riga, nach den Erinnerungen von Karl Schneider, Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 53 (1982), S.127-152

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939  https://www.mappingthelives.org/

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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