Schnitzler Michael

Michael Schnitzler

*14.5.1902 in Müntz, Jülich; +20.6.1945 in Theresienstadt nach der Befreiung

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Leo Schnitzler *1864; Kaufmann; + 1927

Mutter Wilhelmina Geisel *1868; +1936

Geschwister

Betty Schnitzler *26.2.1896 in Müntz; 22.4.1942 ins Ghetto Izbica; verschollen

Helene Schnitzler *1898 in Müntz; +1941

Beruf Zahnarzt, Dr. med. dent.

Adressen Rheydt, Hindenburgwall 130

Heirat Hilde Elkan *18.11.1906 in Odenkirchen; + in Stutthof; Schwester Else Elkan oo Adolf May

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

10.12.1941 Verhaftung und Verbringung nach Düsseldorf in die Viehhallen

11.12.1941 Transport Düsseldorf Derendorf nach Skirotawa, Riga

13.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Tätig als Zahnarzt, vermutlich mit Else Behrendt, Zahnärztin der Gruppe Köln, kleine Zahnstation im Ghetto Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

3.10.1943 KL Riga-Kaiserwald

November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben, Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8.-9.8.1944 auf der „Bremerhaven“ von Libau nach Stutthof

9.8.-13.8. 1944 Stutthof

16.8. 1944 Ankunft Buchenwald; gibt an „keine Angehörigen“

1944 Weiter ins Buchenwald -Außenlager Kommando Wille 8/9 in Tröglitz, Hydrierwerke

April 1945 Transport nach Theresienstadt, ursprüngliches Ziel Dachau

21.4.1945 Ankunft Theresienstadt

20.6.1945 in Theresienstadt nach der Befreiung an Fleckfieber

Gedenken

25.1.2008 Stolpersteine in Mönchengladbach, Brucknerallee 130 für Michael, Hilde, Betty

Pages of Testimony in Yad Vashem von Fritz Elkan und Alex Salm

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/?s=Schnitzler%20Michael

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939  https://www.mappingthelives.org/

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967448

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006695

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411211-44.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_M%C3%B6nchengladbach_%E2%80%93_Stadtbezirk_S%C3%BCd

Käthe Fries, Schießen Sie mich nieder, Lukas Verlag 2017

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Schnitzler&s_firstName=&s_place=Riga&s_dateOfBirth=&cluster=true

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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