Davids Sally

Sally Davids

* 3.6.1883 in Hüls, Krefeld; ✡ nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf Kaufmann

Adressen Bochum, Graf-Engelbert-Straße 24, Goethestraße 20(Schwiegereltern)

Heirat Else Capell *22.1.1896 in Bochum; ✡ nach dem 3.5.1942

Kinder

Inge Davids *22.12.1923 in Bochum; ✡ nach dem 3.5.1942

Werner Meinsche Davids *25.12.1928 in Bochum; 13.8.1968 in New Jersey

Weiterer Lebensweg

16.7.1938 Verkauf der Fa. Victor Capell oHG, Weiß- und Kurzwaren Hellweg 9

10.11.1938 Sally Davids verhaftet; in „Schutzhaft; deportiert ins KL Sachsenhausen

9./10.1938 Verwüstung der Wohnung in der Graf-Engelbert-Straße 24

16.12.1938 Entlassung Davids aus Sachsenhausen

3.1.1939 Sohn Werner mit Kindertransport nach Holland

Januar 1939 Schwiegereltern Viktor und Ida Capell in die USA geflohen

Umzug in deren alte Wohnung Bochum, Goethestraße 20

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

14.5.1940 Sohn Werner auf dem letzten Schiffstransport auf der BODEGRAVEN nach Liverpool

28.4.1942 Deportation mit Ehefrau Else und Tochter Inge in die Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ in Dortmund

30.4.1942 Deportation mit 791 Juden vom Sammellager zum Dortmunder Südbahnhof am Heiligen Weg deportiert nach Zamosc

3.5.1942 Ankunft in Zamosc

Tod nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt

März 1947 Sohn Werner aus Manchester -> USA zu Onkel Dr. med. Harry Capell und Tante Elisabeth Ochs

Gedenken

30.10.2009 Stolpersteine für Sally, Else und Tochter Inge, Graf-Engelbert-Straße 24

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851012

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851034

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de851048

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W28AZEED865BOLDDE/$FILE/106_108_davids_sally_else_und_ingeborg.pdf

Ralf Piorr / Peter Witte (Hg.) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942; Klartext, Essen 2012

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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