Strauss Feiber

Feiber Strauss /Strauß

*4.3.1914 in Burghaun; ✡ 15.6. 2003 in Frankfurt

Staatsangehörigkeit polnisch

Vater Abraham Strauß *28.2.1884 in Rothenkirchen; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz

Heirat der Eltern 13.3.1913 in Burghaun

Mutter Fradchen Fanny Stern *23.10.1884 in Burghaun; ✡ 1.10.1924 in Burghaun

Stiefmutter Adelheid Stern*6.9.1896 in Burghaun; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz

Geschwister

Herta Strauss *22.11.1920 in Burghaun; oo Arthur Berken (*8.9.1918); Tochter Magin (*1954)

Halbgeschwister (2.Ehe des Vaters am 22.2.1926 mit Adelheid Stern)

Marga Strauß *29.4.1928 in Burghaun; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz

Manfred *5.4.1931 Strauß in Burghaun; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz

Beruf landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Burghaun, Ringstraße 15; Frankfurt; Hattenhof;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

1905 Umzug von Vater Abraham Strauss mit seinen Eltern Meier Strauß(*1844) und Malchen geb. Strauß (*1846) von Rothenkirchen nach Burghaun

1.10.1924 Tod der Mutter in Burghaun mit Herzinfarkt

22.2.1926 Zweite Ehe des verwitweten Vaters mit Marga Stern (entfernte Verwandte der Mutter)

11.7.1935 Tumult auf dem Fuldaer Viehmarkt, durch einen Nazi-Schlägertrupp gesprengt und polizeilich aufgelöst; Vater Abraham wird der Gewerbeschein entzogen

28.10.-6.11. 1938 Schwester Herta auf der SS GEORGIC von Le Havre nach New York

Das jüdische Umschulungslager Gehringshof

Besuch der Jeschiwa in Frankfurt

5.12.1934 Feiber Katz zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Gehringshof in Hattenhof bei Fulda; Träger ist der Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘;  Träger zuletzt die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD.

Der Gehringshof wurde 1929 erworben von der Kibbuz-Haddati-Bewegung, Mitglied im Bachad, zuvor in Betzenrod und Rodges, ab April 1934 auch Kibbuz Hag Shamash

 Die Ausbildung erfolgte auch auf den umliegenden Bauernhöfen. Neben dem Gehringshof bestanden in Hessen Hachscharalager in Grüsen, Külte bei Volkmarsen und Lohnberghütte bei Weilburg.

5.12.1934-5.5.1935 als Eleve im Gärtnereibetrieb des Gehringshof

28.3.1935 Ausstellung des Reisepasses in Fulda

Ende Juli 1936 Feiber Katz abgemeldet aus dem Gehringshof, Hattenhof nach Palästina

Vermutlich das Abschiedsfoto vor der Alija nach Palästina 1936; Sammlung Elisabeth Sternberg-Siebert

3.8.1936 Einreise in Haifa mit Arbeiterzertifikat Kategorie C/LS

3.3.1946 Einbürgerungsantrag für Palästina

9.4.1946 Rücknahme des Einbürgerungsantrags für Palästina; Wohnadresse Leopold Strauss in Haifa, Hilelstreet 51  

1957 Rückkehr nach Deutschland, lebt in Frankfurt

Tod am 15. Juni 2003 in Frankfurt am Main

Emigration der Schwester nach New York

7.7.1938 Pass-/Visum in Stuttgart

Okt. 1938 aus Burghaun nach Le Havre

28.10.-6.11. 1938 Schwester Herta auf der SS GEORGIC von Le Havre nach New York

Novemberpogrom 1938

10.11.1938 Die Fensterscheiben jüdischer Häuser wurden eingeworfen, die Synagoge niedergebrannt Verhaftung des Vaters in Burghaun

12.11.1938 Verbringung des Vaters ins KL Buchenwald Häftlingsnummer 25400

10.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald

Deportation der Familie nach Theresienstadt und Auschwitz

5.9.1942 Eltern und die Halbgeschwister Marga und Manfred aus dem Sammellager Viehhallen nach Kassel verbracht; Deportation nach Theresienstadt

29.1.1943 Deportation der Eltern und Halbgeschwister von Theresienstadt auf Transport Ct nach Auschwitz

Gedenken

Beisetzung der Mutter auf dem Jüd. Friedhof in Burghaun

Quellen

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Fotos: Sammlung Elisabeth Sternberg-Siebert

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78790374

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/7205192

Arolsen Archives, Arolsen Signatur DE ITS 2.1.1.1 HE 016 JÜD 7 ZM

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6246); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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