Reichenberger Maurits

Maurits „Mauw“ Lodewijk Reichenberger;

*14.10.1898 in Doetinchem ✡ 26.4.1945 in Tröbitz

Staatsangehörigkeit  Niederlande

Religion jüdisch

Vater Benjamin Reichenberger *18.1.1865 in Doetinchem; ✡27.9.1901 in Doetinchem

Mutter Jette Friedenberg *7.3.1866 in Altena; ✡ 31.8.1944 Theresienstadt

Stiefvater Jakob Themans*8.7.1877 in Doetinchem; 20.1.1945 in Bergen Belsen

Bruder

Henri Leopold Reichenberger *14.7.1896; ✡12.2.1945 in Bergen Belsen

Beruf Kaufmann, Modehaus

Adressen Doetinchem; Arnheim, Cronjestraat 4; Amsterdamseweg 1-3

Heirat Geziene Pinto *25.9.1903; ✡25.5.1945 in Riesa

Kinder

Hanna Reichenberger *1.1.1926 in Doetinchem; Überlebende

Benjamin Reichenberger *17.10.1929 in Doetinchem; ✡16.9.1973

Weiterer Lebensweg

Kibbuz Elden

1941 Maurits Reichenberger Verhandlungsführer bei der Gründung der Hachschara im Kibbuz Elden im „Huize Voorburg“. Huize Voorburg, Drielse Dijk war im Besitz der Familie Kahn. Es bestand von Juni 1941-Oktober 1942 für Chaluzim mit abgeschlossener Hachschara und Palästinazertifikat als gemeinsames Projekt der „Deventer Vereniging tot vakopleiding“ und der religiösen Misrachi- Dath WaEretz.

Bruder Henri ist Kontrolleur für die zionistischen Hachschara-Ausbildungsstätten

April 1943 Der Joodse Raad ernennt ihn zurm jüdischen Repräsentanten für ganz Gelderland. Sein Büro hat er im doorgangsziekenhuis Amsterdamseweg 1-3, zuvor Flüchtlingsheim (het Rotterdams Jongenshuis) in Arnheim.

Kamp Westerbork

7.10.1943 Maurits Reichenberger mit seiner Frau Geziene und Sohn Benjamin eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Die Austausch-Transporte von Westerbork nach Bergen Belsen

Abdem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

12.2.1945 Tod von Bruder Henri Leopold Reichenberger in Bergen Belsen

5.4.1944 Maurits Reichenberger mit seiner Frau Geziene und Sohn Benjamin auf dem vorletzten, dem 6. Transport von 101 „Austauschjuden“ nach Bergen Belsen

Seine Ankunft wird von den Chawerim in Bergen-Belsen sofort registriert.

Honkie Horwitz notiert in seinem Tagebuch am 6., 11. und 16. April 1944

Der Verlorene Zug

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz

26.4.1945 Maurits Reichenberger erliegt dem grassienden Fleckfieber „Typhus“

25.5.1945 Die Witwe Gesiene stirbt in Riesa

Überlebender des Transports ist der Sohn Benjamin Reichenberger

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

7/1945 die niederländischen Rückkehrer wurden zunächst im Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals interniert

Gedenken

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Reichenberger%22%7D

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130361212

https://www.joodsmonument.nl/en/page/152437/maurits-lodewijk-reichenberger

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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