Frits Bachrach
*6.12.1917 Rheden; ✡ 14.1.1951 in Israel
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Salli Bachrach *23.6.1879 in Rheden; ✡1.3.1943 in Arnhem
Heirat der Eltern 9.1.1915 in Coevorden
Mutter Grietje Betsy van Coevorden *6.2.1886 ; ✡1981
Geschwister
Hennie Bachrach *13.8.1916; ✡18.6.1987
Felix Bachrach *2.8.1920 in Dieren; ✡31.10.1944 in Auschwitz
Halbschwester erste Ehe des Vaters mit Marjane Frijda
Carolina Bachrach *1.8.1910 in Dieren; ✡11.8.1944 in Auschwitz; oo Josef Cohen
Beruf –
Adressen Rheden; Amsterdam; Haarlem
Heirat Bertha Rivka „Bep“ Denneboom *30.9.1926 in Zwolle; ✡April 2005 in Israel
Kinder
Felix Bachrach
Weiterer Lebensweg
Besuch der Lagere und Hogere School (HBS

Als Vorarbeiter und Gruppenleiter in der JCB Joodse Centrale voor beroepsopleiding

Frits Bachrach vermutlich Mitglied der „Deventer Vereeniging tot Vakopleiding“
Die erste Schleuseraktion der Westerweel-Gruppe
Im Januar wird er von Kurt Reilinger angeworben, bei der ersten Schleuser-Aktion des Westrerweel-Netzwerk mitzumachen
17.1.1943 Mosche Osterer mit gefälschten Reisepapiere von Apeldoorn über Utrecht nach Amsterdam ins „Beth Chaluz“. Dort wartet bereitz Fritz Bachrach, mit dem er die Flucht nach Spanien antreten soll
Jan 1943 über den Grenzübergang bei Budel/Eindhoven nach Belgien, in Antwerpen Zusammentreffen mit Willi Gerler und seinem Freund Heinz Sechestower.
Geführt von Rik, einem belgischen Bergführer, machen sich die vier Chawerim Willi Gerler, Heinz Sechestower, Mosche Osterer und Fritz Bachrach auf den Weg über Paris, Bordeaux, Bayonne nach „Lille Ste Egue“ (St. Jean de Luz?). Sie reisen mit Hilfe des Westerweel-Netzwerks mit gefälschten Papieren – Moshe Osterer als Hendrik van Putten, Willi Gerler als Jan Jansen, Heinz Sechestower als Peter Storm.
Zu viert – Moshe Osterer, Willi Gerler, Heinz Sechestower und Fritz Bachrach – kommen sie auf dem Weg nach San Sebastian nach drei Stunden Marsch in ein kleines spanisches Cafe, wo sie verhaftet werden und nach Irun ins Gefängnis gebracht werden. Auf Intervention des Britischen Konsuls kommen sie in Hausarrest und danach 3 Monate nach Deba.
Mai 1943 Ankunft der Gruppe in Madrid
Mosche Osterer kann am 29.1.1944 nach Palästina reisen.
Berler und Sechestower fahren nach Kingstontown, Jamaica.
Frits Bachrach kann aus Spanien nach England ausreisen.
Eintritt von Frits Bachrach in die Royal Netherlands Motorized Infantry Brigade, später auch „Prinses Irene Brigade“

8.5.1945 Befreiungsfahrt der Prinses-Irene Brigade in Bodegraven
31.10.1945 in Haarlem, Kleverparkweg 97
24.1.1946 in Amsterdam
Heirat mit Bep Dennenboom
14.1.1951 Tod von Frits Bachrach in Israel nach einem komplizierten chirurgischem Eingriff
Bruder Felix Bachrach

Felix Bachrach war Mitglied des Fußballvereins Theothorne in Dieren.
Felix Bachrach versuchte, dem Beispiel seines Bruders Frits zu folgen, der zuvor erfolgreich gewesen war, über die Pyrenäen nach Spanien zu fliehen. Er wurde in den Pyrenäen verhaftet und in das Lager Mérignac bei Bordeaux überstellt.
31.12.1943 von Mérignac kam er in das Sammellager Drancy
20.1. 1944 Felix Bachrach auf dem Transport von Drancy nach Auschwitz
31.10.1944 Tod in Auschwitz
Gedenken

26.1.1951 Todesanzeige im Nieuw Israelitisch Weekblad
Quellen
https://www.joodsmonument.nl/en/page/358465/felix-bachrach
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130253422
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947