Amerongen van Frederika

Frederica „Freddy“ Branca van Amerongen/ Arnon

*24.3.1912 in Amsterdam; ✡ ?

Staatsangehörigkeit  niederländisch

Religion jüdisch

Vater Simon van Amerongen *14.7.1876 in ASD; ✡ 13.12.1944 Sachsenhausen

Mutter Henriette Kulker *13.6.1878 in ASD; ✡ 14.1.1945 in Bergen Belsen

Geschwister

Jacob Arnold van Amerongen *29.9.1908 ASD; ✡ 2.10.1908 ASD

Jacob Leonard van Amerongen *16.1.1910 ASD; ✡ 30.6.1944; oo Alida de Paauw

Eduard van Amerongen *24.3.1912 ASD; ✡ 17.1.1992 in Israel; oo Rachel Frankfoorder

Beruf Hauswirtschafterin

Adressen Amsterdam; Franeker, Harlingerweg 45; Tel Aviv

Heirat  

Kinder

Weiterer Lebensweg

Kibbuz Franeker

Der 1935 von einem Arzt aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

Träger Misrachi/ Dath Waäretz

Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß Dath Waäretz

7.5.1938 Frederica van Amerongen als Hauswirtschaftsleiterin in den Kibbuz Franeker

13.1.1939 Sieben Chaluzim abgemeldet aus Franeker nach Palästina: Frieda van Amerongen, Sara Dinner, Meir Frijdman, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Isaac Rooz, Max Stoppelmann

Walter Oppenheimer dazu in einem Interview mit Chaja Brasz

„Die niederländische Einwanderungspolizei wollte uns loswerden, hatte aber Angst vor der Öffentlichkeit Die Briten wollten natürlich keine illegale Einwanderung. Im Juni 1939 wurden wir plötzlich nach Heemskerk gebracht, wo wir einige Wochen warten mussten.“

13.1.1939 Umzug nach Amsterdam, Kazernestraat 14

Abreise von Freddy van Amerongen April 1940

10.4.1940 abgemeldet aus Amsterdam nach Palästina

25.4.1940 Ankunft von Frederica van Amerongen in Haifa auf der SS KALITHEA

Diamant-Groep im KL Vught

Vater Simon vom 24.7.-9.8 1943 im KL Vught

29.9.1943 Vater Simon in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

19.5.1944 siebter und letzter Transport der „Austauschjuden“ aus dem Kamp Westerbork nach Bergen Belsen

Diamant-Transport

4.12.1944 Vater Simon von Amerongen, mit dem Vater seiner Schwiegertochter Alida, dem Diamantenschleifer Eliazer de Paauw, und Sallie  Pinkhof auf dem Diamant-Transport mit 174 Niederländern von Bergen-Belsen nach Sachsenhausen; die meisten von ihnen waren zuvor als Diamant-Groep im KL Vught inhaftiert, nur vier oder fünf von ihnen haben überlebt.

13.12.1944 Tod des Vaters  in Sachsenhausen

Nachkriegszeit

19.9.1946 Rückkehr nach Amsterdam, Wouwermanstraat 10

5.3.19438 Emigration nach Tel Aviv

Gedenken

Grabstein auf dem Friedhof von Herzlia

Quellen

Historische Kring Franeker

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130251636

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Amerongen%201912%22%7D

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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