Hoffmann Georg

Georg Hoffmann

*7.9.1913 in Locken; ✡Juli 1986 in Sundsvall, Schweden

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Abraham Hoffmann *31.1.1876 in Tuchel; ✡ 3.2.1937 in Locken

Heirat der Eltern 11.3.1909 in Schneidemühl

Mutter Rosa Rosenberg *13.1.1884 in Schneidemühl; ✡ 19.7.1941 Oranienburg

Geschwister

Arthur Hoffmann *8.1.1912 in Locken; ✡1987 in Givat Ada

Kurt Hoffmann *27.1.1921 in Locken; ✡ca 1942 ?; Ghetto Lodz

Brunhild Hoffmann *30.8.1922 in Locken; oo Cohen

Beruf Schneider

Adressen Locken; Oranienburg, Bernauer Straße 3; Heilbronn, Frankfurter Straße 9

Heirat  ?

Kinder

Weiterer Lebensweg

3.2.1937 Tod des Vaters in Locken

Umzug der Familie nach Oranienburg

19.7.1941 Tod der Mutter in Oranienburg

Hachschara Kibbuz Heilbronn

Das Haus auf der Frankfurter Straße 9

Vorbesitzer 1862 Moses Kirchheimer, Handelsmann

Vorbesitzer bis 1918 Hermann Baer, Häute-, Fell- und Lederhandlung Adler & Baer

Vorbesitzerin 1918-1920 Babette Baer geb. Adler *1860 in Obergimpern

Besitzer ab 1920 Max Mannheimer, Pferdehändler (1859-1930)

Die Familie Mannheimer

Aus der Familie Mannheimer wohnen auf der Frankfurter Straße 9:

Max Mannheimer und Emma geb. Aron (1870 -1947)

Erwin Mannheimer *1892 in Oedheim; oo Rita Mannheimer geb. Kusiel *1906 in Künzelsau; Söhne Martin Mannheimer (1929 -2018) und Max Mannheimer (1930-1991), beide geboren in Heilbronn

Benno Mannheimer *1907 in Oedheim; ✡1947 in Rochester New York

Entfernte Verwandte aus Oedheim, die Brüder Robert *1905 und Gustav Mannheimer *1909 sowie deren Mutter Fanny geb. Ehrlich wohnen 1938 in Heilbronn, Gustloffstraße 30

Die gesamte Familie Mannheimer aus Heilbronn ist in den Jahren 1933-1939 in die USA ausgewandert, Erwin und Rita Mannheimer über Venezuela.

Georg Hoffmann lebte 1938 im Hachschara-Kibbuz in Heilbronn, Frankfurter Straße 9 zusammen mit weiteren dreizehn Chaluzim. Es ist anzunehmen, dass er in einem örtlichen Betrieb oder im nur zehn Kilometer entfernten Kibbuz Lehrensteinsfeld eine Hachscharaausbildung erfahren hatte.

Polenaktion

Am 27./28. Oktober 1938 wurden reichsweit die Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit ver­haftet und zwangsweise nach Zbaszyn abgeschoben, so auch in Heilbronn. Soweit bekannt waren aber keine Chaluzim aus der Frankfurter Straße 9 darunter.

Novemberpogrom

In der „Kristallnacht“ im November 1938 wurde die Synagoge Heilbronns in Brand gesteckt. In der Nacht darauf (10./11. November) fanden von NSDAP-Kreisleiter Drautz organisierter Terroraktionen gegen jüdische Bürger statt: Wohnungen wurden verwüstet, die jüdischen Geschäfte geplündert, Schaufenster zerschlagen. Männliche Juden über 18 Jahren wurden in das Konzentrationslager Dachau verbracht.

Im November 1938 wohnten dreizehn Chaluzim und eine Chaluza im Hachscharazentrum in der Frankfurter Straße 9; alle dreizehn Männer wurden verhaftet und in das KL Dachau verschleppt.

Registrierung von Georg Hoffmann in Dachau

Georg Hoffmann bekommt die Häftlingsnummer 22161.

28.12.1938 entlassen zusammen mit acht weiteren Chaluzim aus Heilbronn

Emigration von 14 Chaluzim nach Schweden

Abgemeldet aus Heilbronn jeweils am:

9./10.1. 1939 Hans Baruch, Henny Baruch geb. Lorch, Georg Cohen, Erich Herze, Georg Hoffmann, Heinz Kiewe, Ernst Lachmann, Heinz Lachmann, Ruth Lachmann geb. Moser, Hans Lewin, Heinz Löwy

24.1.1939 Werner Seidler

1.2.1939 Günther Schwersenz, Heinz Stadthagen

Gerhard Kann, ein weiterer Chaluzim aus dem Kibbuz, meldete sich am 17.2.1939 nach Palästina ab.

Juli 1986 Tod von Georg Hoffmann in Sundsvall, Schweden

Gedenken

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de938747

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429479

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12658876

https://www.myheritage.de/research

Hans Franke, Juden in Heilbronn, Stadtarchiv Heilbronn 1963

https://www.ushmm.org/media/images/vlpnamelist/EE1055/EE1055_part1.PDF

https://504457.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_504457.1433925573.1118179807.1118179807.1.geschichte_und_schicksal_juden_heilbronn-ahnenforschung_bayern.htmlhttps://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Staatsarchiv Israel, Einreiselisten Israel

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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