
Erich Peter Levy
*28.7.1922 in München; ✡ 12.9.1941 in Mauthausen
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Ludwig Levy *14.1.1889 in Segeberg; ✡ 14.10.1944 in Auschwitz
Heirat der Eltern 15.5.1918 in Frankfurt
Mutter Friederike Wertheimer *22.8.1895 in Mannheim; ✡ 14.10.1944 in Auschwitz
Großvater Abraham Levy
Großmutter Hannchen Moses
Joseph Levy Adelheid Levy geb. Heijman *31.12.1865 in Friedrichstadt
Urgroßeltern Isaac Heijman (1839-1920) und Esther Masur (1840-1896)
Onkel Leon Levy *1891; ✡ in Kanada; oo Toni
Verwandte aus Castrop
Emanuel Eichwald *13.10.1859 in Castrop; ✡15.6.1942 in Hamburg; oo Eva Heymann *2.11.1861 in Friedrichstadt; ✡13.12.1936 in Hamburg
Geschwister
Hanna Levy *28.6.1919 in München; ✡ 4.4.2007 in Bronx, NY; oo Weinhaus
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen München; Eindhoven, Helmerslaan 33;Amsterdam,
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Die Familie wohnte in Düsseldorf
28.9.1936 Emigration der Eltern über Bloemendaal nach Maastricht
12.12.1938 Erich zu Onkel Leon Levy nach Eindhoven Helmerslaan 33
27.5.1939 Zuzug der Eltern nach Amsterdam
10.5.1940 Einmarsch der Wehrmacht in die neutralen Niederlande.
10.1.1941 Beginn der systematischen Registrierung der Juden in den Niederlanden
Zweite große Razzia in Amsterdam
14.5.1941 Bombenexplosion im Marine-Offiziersclub Amsterdam auf der Bernard-Zweerskade ist Anlass für Verhaftungswelle
Juni 1941 Zweite große Razzia in Amsterdam; der SD geht bei dieser Razzia anders vor als bei der ersten Razzia im Februar 1941, bei der Juden wahllos auf der Straße aufgegriffen und festgenommen wurden; bei der zweiten Razzia nutzen die Deutschen Adresslisten und gehen gezielt zu den Häusern von dem sie wissen, dass dort Juden leben.
11.6.1941 SS-Obersturmführer Klaus Barbie von der „Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam“ erschleicht sich durch Täuschung die Adresslisten der „Werkdorper“
11.6.1941 „Vergeltungsmaßnahme“ 300 vorwiegend Jugendliche, davon 61 „Werkdorper“ im Durchgangslager Schoorl inhaftiert; von ihnen werden vier, die keine vier jüdischen Großeltern haben, freigelassen.
Von Dezember 1940 bis August 1941 war SS-Untersturmführer Hans Stöver Kommandant des Camp Schoorl

22.6.1941 Deportation von Erich Peter Levy mit den 296 in Schoorl Inhaftierten in das KL Mauthausen; dort werden sie durch extrem harte Arbeit im Steinbruch und oftmals tödliche medizinische Experimente ermordet; keiner überlebt das Jahr 1941
12.9.1941 Tod von Erich Peter Levy in Mauthausen
Kamp Westerbork
29.4.1942 alle Juden in den Niederlanden müssen den „Judenstern“ tragen
9.4.1943 Großtante Adelheid Levy eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork
20.7.1943 Großtante Adelheid Levy ab Westerbork in das KL Sobibor
Westerbork – Theresienstadt – Auschwitz

21./22.4.1943 beide Eltern auf dem ersten Transport XXIV/1 von 295 „privilegierten“ Juden aus Westerbork nach Theresienstadt. Dieser Transport wurde nach Rücksprache mit Eichmann zusammengestellt aus Häftlingen mit Kriegsauszeichnungen oder mit Friedensverdiensten, sowie herausragenden Persönlichkeiten. Eine besondere Rolle bildeten die jüdischen Mitglieder der holländischen Nationaal Socialistische Beweging (NSB), die es im Gegensatz zur NSDAP bis 1936 abgelehnt hatte, jüdische Mitglieder (ca. 150) auszustoßen.

12.10.1944 beide Eltern auf dem Transport E p von Theresienstadt nach Auschwitz
Gedenken
Stolperstein für Großmutter Adelheid Levy in Eindhoven, Helmerslaan 33
Quellen
Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938