Margarete David
*25.6.1926 in Neheim
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max David *23.3.1886 in Rees, Wesel; ✡ 28.4.1934 in Neheim
Heirat der Eltern 9.6.1922 in Neheim
Mutter Netty Rosenbaum *25.12.1892 in Dorstfeld (Dortmund); ✡ 24.3.1939 in Neheim
Geschwister
Lore David *1.4.1923 in Neheim; ✡29.11.1942 in Auschwitz
Günther David *21.10.1924 in Neheim; ✡13.8.2000 in Påarp, Skåne; oo Magda Holländer
Ingeborg David *6.6.1928 in Neheim
Cousine
Liesel David *11.3.1923 in Rees, Wesel; in Riga ✡?
Beruf –
Adressen Neheim, Mendener Straße 5; Köln;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
28.4.1934 Tod des Vaters Max in Neheim
24.3.1939 Tod der Mutter Netty David in Neheim.
Die vier Geschwister im Anschluss vermutlich alle als Vollwaisen im Jüdischen Waisenheim in Köln
Das „Wolff-Seminar“ für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen
Das Jüdische Kindergärtnerinnenseminar war eine gemeinsame Gründung der Zentralwohlfahrtstelle, der Reichsvertretung der deutschen Juden und des Jüdischen Frauenbundes, bestand zwischen 1934 und 1942. Es hatte seinen Sitz (nacheinander) in Charlottenburg in der Meinekestr. 10
April 1937 Umzug des Seminars in eine große Villa in der Wangenheimstraße 36
Juli 1938 Gründerin Dr. Lina Wolff gibt die Seminarleitung (1934-1938) an die in „Mischehe“ lebende Nichtjüdin Margarethe Fraenkel ab (1938-1942)
Lore David zur Ausbildung als Kindergärtnerin in „Dr. Fraenkels Internat für jüdische Mädchen“ in der Wangenheimstraße 36, die einzige noch offene derartige Einrichtung zur Kindergärtnerinnen-Ausbildung in Berlin
Weitere Schülerinnen waren: Liesel David, Irma Salomons, Sieskind Lore, Hannelore Wolff
Minderheitenzählung
17.5.1939 Schwester Lore David mit Cousine Liesel David in Berlin Grunewald, Wangenheimstraße 36
1942 Lore David als Kindergärtnerin in das Auerbachsche Waisenhaus, Schönhauser Allee 162
23. Osttransport

29.11.1942 Schwester Lore David auf dem 23. Osttransport mit 986 Judenvon Berlin nach Auschwitz. Davon waren 75 Kinder aus dem Baruch-Auerbachschen Waisenhaus in der Schönhauser Allee 162 zusammen mit Betreuern, wie der Köchin Rochna Ulreich (Nr. 141 der Transportliste), der Säuglingsschwester Isabella Aronheim (Nr. 157) und der Kindergärtnerin Lore David (Nr. 399).
Israelitisches Asyl in Köln
Cousine Liesel David als Kinderpflegerin in das Israelitische Asyl in Köln, Ottostraße 85

7.12.1942 Cousine Liesel David auf dem Riga Transport ab Köln
Schweden
1939 Emigration von Margarete und Ingeborg David mit von Schweden garantierten Jugendlichen

1940 Schwester Ingeborg bei schwedischem Census im Haushalt von Ingenieur Emil Johannson in 1/8, Partille, Göteborgs Och Bohus
Nachkriegszeit


Oktober 1945 Margarete und Ingeborg David auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, Alte Chaluzim
Gedenken
Nach der Beisetzung von Netty David geb. Rosenbaum im März 1939 sollen noch zwei weitere Beerdigungen auf dem Friedhof in Neheim stattgefunden haben. Ein später errichteter Stein erinnert an Max, Netty und Lore David. 1988 ließ die Stadt Arnsberg einen Findling mit Gedenktafel aufstellen.
Stolperstein für Lore David in Neheim, Mendener Straße 5;
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot23.html
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT23-20.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/3-1-1-3_1211000?s=1211000
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78777792
Courage to Act: Rescue in Denmark
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1186904
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316